Category Archives: Laufen

Marathon: Das Danach

Vereinzelt hört man ja schonmal vom „Marathon-Blues“, also trübseligen Seelen-Leid nach Ziel-Erreichung. Bekannt auch vom Berg, nach Gipfelglück. Ehrlich gesagt habe ich mich auch schon gefragt, ob ich mich so fühlen müsste. Schliesslich trainiert man jahrelang darauf hin, giesst Wochen und Monate in sportliche Struktur, und dann DAS: „Sie haben Ihr Ziel erreicht“.

Aber nein: Einerseits stand von Vornherein fest, dass der Marathon sportlicher Höhepunkt und Abschluss 2010 sein wird. Herbst und Winter stehen im Zeichen des Haltens der Kondition und Festlegung neuer Ziele für 2011. Mit Venlo(op) im Frühjahr, Triathlon im Sommer und Berlin-Marathon im Herbst stehen die (läuferischen) Herausforderungen auch schon fest. Neue, persönliche Bestzeiten – natürlich ist aber weiterhin das Erlebnis, der Spaß und die Gesundheit das Wichtigste. Continue reading

Der Mann mit dem Hammer

Aktuell wichtigstes Trainingselement in der Marathonvorbereitung sind lange Läufe über 02:30 Stunden. Gestern war es wieder soweit – 20 Kilometer später fragt man sich dann schon, wie sich das mit dem Stoffwechsel und der Energiegewinnung der Muskeln genau verhält, und warum die Energiespeicher der Muskeln nach rund 2 Stunden total schlapp machen. Und wie man das bitteschön optimiert.

For a start
Basis des Energienachschubs der Muskulatur sind die Blutgefäße: Sie liefern die benötigten Kohlenhydrate, Fette und Eiweiße an (Eiweiße kommen nur bei extremen körperlichen Belastungen zum Zuge, da sich der Körper damit gewissermaßen selber verzehrt). Diese Nährstoffe, die vom Blut geliefert werden, enthalten zwar Energie – doch sie ist chemisch gebunden, und steht den Muskeln nicht direkt zur Verfügung.
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Walder Rundweg – runtastic!

Wo die Wälder noch rauschen, die Nachtigall singt, die Berge hoch ragen, der Amboss erklingt.

Ach, herrlich! Grad´ nur wenig Zeit, daher zunächst die Kurzversion: Heute zwei Stunden Walder Rundweg (Teil des Klingenpfades) gemacht, langsamer REG Lauf, 16 Kilometer in Summe. DSF- und Kölner-Stadtanzeiger-Marathonmann Tobi (und Solinger Resident) hat sich mir niederknienderweise erbarmt, und mir eine malerische Laufstrecke direkt vor der Haustüre präsentiert, die sich gewaschen hat. Tobi, von hier aus nochmals: DANKE!

Bei morgendlichem Prachtwetter flogen wir nicht nur durch diverse Haine, entlang an Bächen und vorbei an kleinen Teichen, wir passierten auch jede Menge bergischen Fachwerks, bei permanenten und doch moderatem Auf und Ab des Weges. Die Zeit verging bei der lauschigen Landschaft und im gemeinsamen Gespräch wie im Flug, nur die gegen Ende der 16 Kilometer motzenden Muskeln liessen Rückschlüsse auf die zwischenzeitlich verbrauchten 1.300 kcal zu.
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Hilfe bei Muskelkater

Nimbus Muskelkater: Schmerzen, die aber keineswegs positiv sind.

Natürlich dokumentiert der Muskelkater sportliche Leistung – und die ist vom Grundsatz her ja immer gut. Konkret ist er aber nichts anderes als ein Warnsignal des Körpers: Die betroffenen Muskelpartien wurden so überlastet, dass im mikroskopisch kleinen Maßstab Strukturen innerhalb der Muskulatur zerstört wurde (genauer: Mikrorisse in den Z-Scheiben der Sarkomer). Die Belastung war also zu hoch, bezogen auf den aktuellen Trainingsstand. Einziger Vorteil: Lassen die Schmerzen wieder nach, sind die Muskeln wieder „zusammengewachsen“ – und das stärker als zuvor.
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Fuss balla balla.

Wochenlang, ja monatelang wirklich gar keine Probleme – und jetzt das: Aus heiterem Himmel gestern beim Lauftraining Belastungsschmerzen im linken Bein. Und noch nichtmal genau lokalisierbar, irgendwo zwischen Knie, Schienbein und Fuss. So schlimm, dass der (geplante) regenerative Dauerlauf zwar noch gerade so ging, aber schon das Auslaufen wegen der Schmerzen lieber ausfiel.
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