Hilfe bei Muskelkater

Nimbus Muskelkater: Schmerzen, die aber keineswegs positiv sind.

Natürlich dokumentiert der Muskelkater sportliche Leistung – und die ist vom Grundsatz her ja immer gut. Konkret ist er aber nichts anderes als ein Warnsignal des Körpers: Die betroffenen Muskelpartien wurden so überlastet, dass im mikroskopisch kleinen Maßstab Strukturen innerhalb der Muskulatur zerstört wurde (genauer: Mikrorisse in den Z-Scheiben der Sarkomer). Die Belastung war also zu hoch, bezogen auf den aktuellen Trainingsstand. Einziger Vorteil: Lassen die Schmerzen wieder nach, sind die Muskeln wieder „zusammengewachsen“ – und das stärker als zuvor.

Was hilft bei Muskelkater?

1. Laufpause: Je nach Schmerzintensität 1-3 Tage

2. Alles, was wärmt und den Kreislauf anregt, damit die Muskulatur intensiver durchblutet wird. Klassisch: Heiße Bäder, Sauna, Melissengeist / Franzbranntwein äußerlich auftragen. Alternativ: 3x täglich mit Kampfer-Johaniskraut-Öl einreiben. Besonders Sauna ist (wegen der Flächenwirkung und Intensität) sehr empfohlen

3. Andere Bewegung in dieser Zeit, der die verletzten Muskeln nicht belastet (etwa auf dem Rücken liegend mit den Beinen in der Luft Rad fahren – beschleunigt außerdem den Milchsäureabtransport)

4. Frische Ananas genießen (Alternativ: Direktsaft). Das enthaltene Bromelain (Enzym) hilft dem Körper bei der Aufnahme von Eiweiß, dadurch dem Muskelaufbau, außerdem wirkt es entzündungshemmend

5. Beim nächsten Mal: Vorbeugend vor dem Laufen ein kühlendes Tonikum mit Arnikablüten, Brennesselkraut, Hamamelis und Weidenrinde (Apotheke) aufsprayen.

Wann mit dem Training fortfahren?

Starker Muskelkater erreicht in der Regel 2 Tage nach dem auslösenden Reiz sein Maximum. Das Schlechteste, was man gegen Muskelkater tun kann, ist genau das zu wiederholen, was die Verletzung hervorgerufen hat. Im hier behandelten Fall also Laufen – als Allererstes stehen also die obigen Tipps auf dem Programm, allem voran die Laufpause. Ist der Muskelkater weitestgehend abgeklungen, spricht nichts gegen eine lockere Runde – durch die verstärkte Durchblutung wird der Nährstofftransport und damit die Regeneration der Muskeln gefördert.

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