Eisgekühlt: Röntgenlauf und bergischer Halbmarathon 2012

Morgen startet in Remscheid mit rekordverdächtigen 3.000 Läuferinnen und Läufern zum 12. Mal der beliebte Röntgenlauf, insgesamt mit 14 unterschiedlichen Wettbewerben. Besonders interessant und stark an Startern sind natürlich die Langdistanzen: Halbmarathon (aktuell rund 1.5000 Anmeldungen, Teilnehmerlimit 2.000), der  Bergische Marathon (im vergangenen Jahr mehr als 300 Finisher), Ultramarathon bzw. Ultramarathonstaffel (je 63,3 Kilometer Streckenlänge).Update: 01:48 Stunden (Halbmarathon), Platz 240 von 1.500+. Bin noch komplett geflasht von diesem wunderschönen, schnellen und schönsten Lauf des Jahres. Ausführlicher Laufbericht und Links zu ersten Impressionen hier.

Der Röntgenmarathon gilt als landschaftlich und konditionell reizvoll. Gleiches können der gut durchdachte Start und die aufeinanderfolgenden Ziel(zwischen)punkte für sich vereinnahmen: Die Läufer haben die Möglichkeit, im jeweiligen Ziel den Lauf einfach fortzusetzen, zum Beispiel für ein Upgrade „on the road“ vom Halbmarathon auf den Vollmarathon – oder vom Marathon auf den Ultra. Das probiere ich aus: Die vergangenen Wochen liefen sportlich suboptimal, zu häufig fiel das Training aufgrund anderer Termine aus. Die Lust auf die Herausforderung und den schönen Röntgenweg sind jedoch ungebrochen, das Wetter mit Kälte und Sonne optimal.

Im Laufe der nächsten Woche folgt wieder ein ausführlicher Bericht – etwas schneller dürfte da wieder der Fotograf Heinz Schier von der Runners World sein, für den es als Remscheider diesmal sogar ein echtes Heimspiel ist. Generell ist das Event Ende Oktober ein großes „Familientreffen“ der Läuferszene im Bergischen Land, erneut  auch wieder mit den „Marathon-Dinos“ Arnd Bader und Sascha Velten. Klappt alles wie geplant, geht auch Organisator Peter Ickert vom ausrichtenden Röntgen Sport Club Remscheid e.V. auf die Ultrastrecke. Und beinahe hätte ich wieder was von „Saisonabschluss“ geschrieben. Doch wahre Läufer wissen: So etwas gibt es nicht…

Was es jedoch gibt, das sind die neuen Plates von der Nina, als persönliche Erinnerung an die Strecke und Distanz am Handgelenk oder Laufschuh, auf Wunsch inklusive Gravuren. Schaut einfach am Samstag auf der Läufermesse am Stand von Laufsport bunert in der Zeit von 16:00 bis 20:00 Uhr vorbei, und sichert euch euer Exemplar.

Noch liegt die ganze Strecke vor mir. Die des Beitrags wohlgemerkt, denn der Lauf ist gelaufen. Wie fängt man da adäquat an? Berglauf in Müngsten war ja gerade, Natur pur, und schön warm war es mit 24 Grad seinerzeit ja auch. Damals, das war vor einer Woche. Jetzt also die doppelte Distanz, Halbmarathon. Temperaturen auf dem Nullpunkt. Und mehr als 3.000 Starter in Remscheid, nicht nur 130 wie in Solingen. Das war der schärfste Lauf des Jahres. Schönster Lauf: Der 12. Röntgenmarathon in Remscheid. Na, wenn das mal kein guter Anfang ist.

Klassisch: Pasta-Party
Angefangen hat alles gestern auf der Pasta-Party. In der Sporthalle unmittelbar vor dem Spaßbad H2O in Remscheid parkfreundlich gelegen, gab´s auf der Marathon-Messe wieder das obligatorische Angebot von Equipment aller Art. Jetzt ist eine Sporthalle in Remscheid nicht das Hannoveaner Messegelände oder auch nur die Hallen des Flughafen Tempelhofs – verlaufen kann sich also niemand. Und auch das Drumherum ist eher von einer gewissen ehrlichen Bodenständigkeit gekennzeichnet, der jedoch ausreichende Zweckmäßigkeit attestiert werden kann. Hier findet wirklich jeder Läufer noch auf die Schnelle ein Startnummernband, Laufschuhe, Shirts oder Energie-Gels, sollte es daran jetzt noch mangeln.

Neu: Plates
Erstmals im Bergischen Land fand man das Angebot von www.deinestrecke.de, diese stylishen, kleinen Plates als Schmuck für den stolzen Marathoni. Deren Schöpferin, die Solinger Diplom-Designerin Nina Witte, ist natürlich selbst passionierte Läuferin. Am Stand verriet sie, dass die kleinen Schmankerl wirklich sehr gut ankommen. Gilt auch für den Postweg, falls ihr euch nachträglich entschließt, euer persönliches Plättchen samt Startnummer und Zielzeit online zu ordern.

Oldie but Goldie and Head-of-Strategy
Na, jedenfalls ist so eine Messe auch meistens ein kleines Familientreffen unter den Läuferinnen und Läufern. Genealogisch wäre Gerhard damit der Opa, um im Bild zu bleiben. Mit hagerer Läuferstatur, beeindruckend weißem Bart und meist einem Trainingsanzug in poppig pastelligen Farben, ist Gerhard auf der kleinen Messe gut auszumachen. Dank seiner Jahre hat er jede Menge Erfahrung, und ich treffe ihn wirklich bei fast jeder regionalen Veranstaltung. Manchmal sogar als Zuschauer, wenn die Form zum Beispiel gerade mal noch nicht wieder optimal ist für den Sparda Crosstriathlon. Gerhard ist wirklich ein Enthusiast. Ein Evangelist. Und Experte. Das mache ich mir zunutze, obgleich wir wirklich beide was davon haben:

Die Strategie(tm)
Wir schnappen uns lässig mitten vor dem AOK-Glücksrad einen schwarzen Stehtisch, und schwatzen drauflos. Schnell habe ich Gerhard da, wo ich ihn haben will: Bei Kilometer 1 seiner Strecken-Erfahrungen, die bis zum 1. Röntgenlauf im Jahr 2000 zurückreichen. Auch Ultra. Alles. Jedes Detail, jeder Kilometer. Wobei ich das jetzt so genau, wie Gerhard es schildert, ursprünglich nun auch wieder nicht wissen wollte. Es überfordert mich. Wir gehen jeden Kilometer durch, jeden Anstieg, jedes Gefälle, „da kannste rollen lassen“. Paul McCartney kommt mir in den Sinn, Let me roll it, doch schnell konzentriere ich mich wieder auf das Gespräch. Versuche, wesentliche Milestones in mein Gedächtnis zu hämmern: Die ersten drei Kilometer ruhig angehen lassen, 06:00er Schnitt, er und ich, Seite an Seite. Nach dem Start kommen erstmal nur Steigungen, da heißt s Energie sparen. Richtung Lenneper Innenstadt dann ruhig Tempo, hinterher aber alles wieder hoch. Bis Kilometer 10 Tempo anziehen, ab Kilometer 10 dann rollen lassen sprich gern Gas geben. Um Kilometer 15 kommen noch mal ein paar Steigungen nebst fieser Gefälle, ab Kilometer 17,5 dann wieder Rolle vorwärts, nur noch Gefälle, bis zum Ziel. Wer den Halbmarathon zum Marathon verlängert, den erwartet auf den nächsten 21 Kilometern ein verschärftes Streckenprofil (was wir jedoch nicht weiter thematisieren, die Sonne ist auch schon lange untergegangen).

Später sollte sich herausstellen, das die genaue Vorbereitung auf die Strecke Gold wert war. Gerhard, falls Du das liest, dafür wirklich von Herzen ein herzliches Dankeschön. Jedem interessierten Läufer beim HM empfehle ich genau diese Taktik wie oben kurz beschrieben, plus ein paar Minuten zusätzliches Studium der gut dokumentierten Höhenprofile.

Halbe Strecke, volle Kraft
Ursprünglicher Plan war, den Halbmarathon auf den Marathon zu verlängern, falls es gut läuft. Das zerschlug sich aber am Vorabend, da wegen anderer Termine die doppelte Dauer an läuferspezifischer Freizeit einfach nicht drin war. Letztlich war ich nicht ganz unfroh drum, da diese Taktik bedingt hätte, im Halbmarathon gewisse Reserven zu lassen, die in der zweiten Hälfte wichtig geworden wären. Mit der Konzentration auf den Halbmarathon konnte ich somit von Anfang an alle Kraft in das imaginäre Ziel von 2 Stunden legen.  „Verlängerer“ bekommen übrigens ihre Kleidung nicht ins umgewidmete Ziel nachgebracht, was organisatorisch verständlich ist. Schwer wiegt, finde ich, dass man nicht in der Marathon-Wertung auftaucht, sondern „nur“ in einer speziellen Verlängerer-Liste. Trotzdem wäre ich im Ziel gern weitergelaufen, bei diesem Bilderbuchwetter, und mit einer Form wie vom anderen Stern, doch dazu gleich mehr.

Der Morgen: Ein Gemälde
In der Nacht hatte es das erste Mal gefroren. Morgens waren die Fenster voller Eisblumen, die Häuserdächer und Wiesen bedeckt mit Raureif. Der Himmel klar, die Temperaturen noch deutlich unter Null. Nebel zog auf, als sich die Sonne als gelber Ball ihre Bahn über den Horizont bahnte. Dieser Anblick bewegte mich mindestens in dem Maße wie die unglaubliche Arschkälte. Und das ist jetzt nicht nur irgend so ein Wort, um euch aus der lyrischen und bildmalerischen Beschreibung dieses idyllischen Spätherbstmorgens zu reißen. Nein, ich habe tatsächlich mitangehört, wie sich zwei Läufer im Feld auf den ersten Kilometern über die Kälte besprachen. Einer klagte über seinen kalten Arsch. Er trug keine kurzen Schlabbershorts oder Laufrock, sondern lange, schwarze, Tights. Normalerweise friert man da nicht. Also nicht DA. Im Gesicht, am Hals, unter den Armen, aber doch nicht am Hintern. Viel zu viel Muskeln und Fett, jedenfalls meistens. Gleichwohl ist die Kälte kein Problem beim Laufen, sicher auch nicht im beschrieben Fall. Morgens vor dem Start, nach dem Umkleiden und vor dem Loslaufen, ist es allerdings brutal.

Vor dem Start treffe ich ein paar Freunde in der Halle. Alle männlichen Vertreter unserer Gruppe wagen sich raus in die Kälte, um die Kleiderbeutel in den Trucks aufzugeben, welche die Kleidung in den Zielbereich bringen. Der Lauf ist nur auf der Ultramarathonstrecke ein Rundkurs, daher ist es praktisch, im Ziel des Halbmarathon (Hasten) oder Marathon (Eschbach) seine warmen Sachen wieder in Empfang zu nehmen, bevor es mit dem Shuttlekurs zurück zum Startbereich geht (Hackenberg).

Wenns mal wieder länger dauert
Die Jungs aktivieren auf ihren Garmin 305 und 310er Uhren GPS. Leider habe ich keine Snickers dabei, teilte aber jetzt gerne welche aus: Es dauert ein bisschen länger. Einige Minuten. Ich lockere die Sache etwas auf, und scherze über das überlastete GPS-Netz, woraufhin sich eine lebhafte Diskussion rund um Iridium, GPRS, 3G, Edge und LTE entwickelt. Mein iPhone hat schon lange GPS, und ich fühle mich bei meiner Wahl und innigen Liebe dieses praktischen kleinen Dings bestätigt. Auch wenn es am Arm aufträgt und vielleicht doof aussieht – es ist Mittel zum Zweck. Live-Tracking, Musik, und im Notfall ein Telefon zur Hand.

Vor dem Start kurzes Einlaufen bei Nebel und null Grad. Warmlaufen kann man das nicht nennen, schnell suchen wir die Wärme der Menge im Startfeld. Gerhard und ich finden mittig ein Plätzchen im hinteren Drittel, pünktlich um 08:30 Uhr fällt der Startschuss.

Kleine Dampfloks an jeder Ecke
Die Straße ist zwar breit, doch direkt nach der ersten Kurve steigt die Strecke steil bergan, das Tempo im Feld sinkt rapide. Wir wollten es ruhig angehen lassen, doch das ist deutlich weniger als ein 06:00er Schnitt. Belohnt werden wir mit strahlendem Sonnenschein und Wolken von kondensierendem Atem: Überall kleine Dampfloks unterwegs! Optisch erinnert es im Gegenlicht auch an ein beheiztes Wasserschwimmbecken im Winter. Dieser Eindruck begleitetet übrigens über fast die ganze Halbmarathondistanz, was nicht unbedingt für den Sonnenschein spricht.

Der Anstieg verläuft etappenweise. Immer wieder durchziehen terassenartige, gerade Strecken den Berg. Hier ziehe ich das Tempo etwas an, verliere aber plötzlich Gerhard aus dem Blick. Ursprünglich wollten wir uns erst später trennen, je nach Kondition, doch schnell erkenne ich, dass wir uns in dem noch engen und volatilen Feld schwer wiederfinden. Außerdem treibt es mich nach vorne, ich fühle mich durch die Kälte und Sonne gut. Keine Musik, die Zuschauer und Läufer sind akustische Kulisse genug. Erst ab der Hälfte der Strecke werde ich die Kopfhörer aufsetzen, bis dahin halte ich sie in der Hand.

Häuserkampf und Prollhymnen

Die Überschrift ist eigentlich etwas unfair, und wird der Natur selbst in der beschaulichen „Stadt“ und den lustigen „Partypeople“ nicht gerecht. Wir dürfen nicht vergessen, hier noch immer an einem bezaubernden Spätherbstmorgen im Bergischen Land unterwegs zu sein, und genauso bitte ich, die nachstehenden Beschreibungen zu imaginieren. Ich habe nur kurz etwas gebraucht, das als Überschrift die bisherige Romantik unterbricht, um euch beim Lesen wach zu halten. Also, wir befinden uns gerade bei Kilometer 4, Richtung Lenneper Innenstadt.Ich ziehe das Tempo an, und genieße den Lauf aus vollen Zügen. Der Weg führt durch enge Gassen und über Kopfsteinpflaster, Häuserkampf in engen, bergischen Straßenschluchten. Das Bild des Zwiebelkirchturms am hellblauen Himmel, dahinter die die Sonne, einfach phänomenal. Vorbei am Röntgenmuseum, den Berg wieder hoch,die Schritte kürzer, doch kein Verlangen nach Gehpausen. Platz um Platz kann gutgemacht werden.

Der Weg führt uns noch durch ein Wohngebiet, bevor es zur Musik der mitfeiernden Häuslebesitzer linke Hand Richtung Feldweg geht. Aus den Boxen schallt die Prollhymne „An Tagen wie diesen“, was uns alle vor lauter Begeisterung nicht davon abhält, jubelnd die Arme hochzureißen. So viel Begeisterung muss belohnt werden, diese Stimmungsnester können es in ihrer Feierwütigkeit höchstens noch mit dem Syltlauf aufnehmen. Großes Kino, vielleicht nicht typisch bergisch, aber Remscheid rastet heute einfach mal aus.

Bergisches Land pur
Die nachfolgenden Eindrücke sind wahlweise zum Weinen oder Niederknien. Das Idyll aus Eisblumen, Sonnenaufgang, Wiesen und volumetrischem Licht, das über den Hang kriecht, und lediglich durch ein paar aasende Kühe optisch eindrucksvoll durchbrochen wurde, ließ mir in seiner bewegenden Schönheit das Blut in den Adern gefrieren. Neben den bereits vielfach erwähnten Temperaturen natürlich.

Teufel auch, dass ich keine Kamera mitführte. Ein Smartphone reicht bei weitem nicht aus, um diese Eindrücke festzuhalten. Trotzdem gab es häufig Läufer zu sehen, die stehend die Gegend knipsten. Ich habe es gar nicht erst versucht. Smartphonekameras sind den vorherrschenden Lichtbedingungen hoffnungslos unterlegen. Die Auflösung reicht nicht. Der Weißabgleich passt nicht. Die Schärfe, die Zeichnung, der Winkel, die Blende, die Abbildung von Höhen und Tiefen. Einfach alles. Besser, ich nehme mir vor, bei gutem Wetter frühmorgens auf dem Bike über den Röntgenweg auf Fotosafari zu gehen, mit DSLR, passenden Objektiven, und einer Thermoskanne Kaffee.

Kurz gesagt ist der Ausblick auf der Strecke atemberaubend. Zu Wald und Bergen habe ich ja vor einer Woche schon so einiges geschrieben. Vieles kann der Röntgenlauf für sich vereinnahmen, einige Aspekte des Weges sind jedoch gänzlich anders. Dazu gehören besonders die Single-Trail-artigen Passagen abwärts, moderate Anstiege über geteerte Straßen, oder das Vorhandensein von Verpflegungsstationen mit Wasser, warmen Tee oder Prosecco.

Die Rebhänge von Remscheid
Richtig gelesen, es gibt Sekt: Auf der Kuppe der schlimmsten Steigung heißt es „Prosecco für alle“. Analog der Rebhänge bei Valdobbiadene belohnt uns hier die für in 300 Metern angekündigte Schaumweingabe für die größten Mühen am klettersteigähnlichen Hang nahe Kilometer 17. Das zugegeben recht kleine Pinnchen hat trotzdem eine recht berauschende Wirkung. Wer denkt, gute Laune sei hier nicht mehr steigerbar, der irrt. Geradezu besoffen-besessen geht es im Anschluss bergab, gefühlte 25° oder 60%. Geil, steil, und ein bisschen irre.

Ab Kilometer 17,5 kommt die Sachen wieder ins Rollen. Wir sind gerade vorbei am Haus Zillertal in der Gelpe, haben die Hänge von Ronsdorf und Cronenberg hinter und über uns gelassen. Jetzt geht es ausschließlich bergab Richtung Ziel. Wer das weiß, ist gut beraten, und löst die Handbremse. Wenn die Reserven mitspielen, sind die letzten Kilometer damit noch mal ein ganz besonderer Leckerbissen, Tiefflug durch den Wald, herbstliche Hatz durch die goldene Gelpe.

Need for speed
Die Stimmung im gut einsehbaren Zielkanal ist fantastisch. Schurgerade geht es auf den Torbogen zu, die Menge tobt und peitscht einen über die letzten hunderte Meter. Ich lege alles, was ich habe, in diesen letzten Abschnitt. Kann noch eine handvoll Plätze gutmachen, fliege ins Ziel, völlig im Tunnel, und bin glücklich über das Ergebnis. Wie immer weniger absolut als relativ, Platz 239 ist nicht die Spitze. Doch bei mehr als 1.500 Startern und einem Lauf, der eher trainierte Läufer anzieht, freue ich mich über 01:48 Minuten, die nur rund 3 Minuten von meiner persönlichen Bestzeit beim Halbmarathon in Venlo (2012) entfernt liegt. Trotz Kälte und hunderter Höhenmeter. Am Ende wäre noch mehr drin gewesen, am Anfang haben wir es einfach zu vorsichtig angehen lassen, Energie am Sonntag noch reichlich vorhanden. Nächstes Ziel wird damit eine Zeit deutlich unter 01:40, wieder Venlo, wieder Frühling.

Im Ziel treffe ich Heinz Schier wieder, der die Veranstaltung und alle Wettbewerbe für die RUNNER´s WORLD begleitet. Fotografisch ist er in allen Genres zu Hause, von unterschiedlichen Sportarten bis zur Hochzeitsfotografie. Ob er einen Favoriten hätte, frage ich neugierig. „Hauptsache, mit Menschen“, sagt er. Das merkt man seinen Bildern – und auch ihm persönlich an. Die Aufnahmen unten stammt von ihm, dafür auch von hier nochmals herzlichen Dank, Heinz! Erste Impressionen zum Röntgenlauf findet ihr bei ihm unter www.hsr-fotoblog.de (das HSR steht übrigens für Heinz Schier Remscheid), ab Montag auch in der Galerie der www.runners-world.de. Die Jungs sind mit dem Postprecessing wirklich Raketen!

Das für den Moment – ich ordne noch eine ganze Menge weiterer Eindrücke und Aufnahmen. Montag mehr, inklusive Polishing dieses Beitrages, der bislang ein wenig Schlagseite in Richtung reinem Laufbericht hat. Update und kleine Kurs- und Fehlerkorrektur folgt. Außerdem muss ich diesen schwarzen Skins-Anzug erklären. Und vielleicht diesen Gesichtsausdruck. Die roten Nasen hingegen nicht mehr… 😉

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