40. Egmond Halbmarathon (1. Update)

Zum 40. Egmond Halbmarathon kommenden Sonntag selbst hier kurz alle Infos. Der Kurs verspricht ein tolles Naturerlebnis über viele Kilometer direkt am Strand und in den Dünen, trotzdem bleibt es der härteste Crosslauf der Niederlande. Die Wetterprognose könnte schlechter ausfallen, 5 bis 9 Grad und kleinere Schauer, allerdings ein passabler Wind aus Nordwest – das bedeutet Rückenwind auf dem kräftezehrenden Strandabschnitt über 7 Kilometer!

Beim Lauf teste ich außerdem ein neues Brooks Longsleeve Shirt plus Brooks Infinity Jacket II: Ideale Kleidung für diese Wetterbedingungen. Atmungsaktiv und trotzdem wind- und wasserabweisend. Erstmals die GoPro Hero2 mit „Chesty“ Brustgurt im Einsatz. Last but not least ist auch Nina Witte in ihrer Mission der athletenfotografie.de mit am Start, am Beach und im Ziel.

Update (08. Januar 21:30 Uhr)
Zurück. Der Tag und Lauf war außerordentlich anstrengend, trotzdem (oder deshalb?) unvergleichlich schön. Für den Moment ganz kurz:



Der Mix aus kleinem Nordeesstädchen (Egmond) und Großevent (16.000 Läuferinnen und Läufer) bietet ein besonderes Flair. 600 Kilometer Fahrt sind dafür diskutabel, es war mir aber jeden Kilometer wert. Die Schleicherei auf den holländischen Autobahnen nervt ein wenig, dafür sitzen sie am Strand und in den Dünen fest im Sattel: Das Leistungsniveau im Feld war gefühlt sehr hoch. Viele Läufer kamen mit den „extremen“ Umständen, Sand und Dünen, besser klar als ich. Es fühlte sich konditionell nicht nur so an wie ein Marathon, sondern sah auch so aus: Am Wegesrand mit zunehmender Distanz Läufer mit Krämpfen oder gehend. Rettungswageneinsätze. Selten habe ich mich selbst so nah dran am Krampf gefühlt, selten schmerzten die Beine im Finish so sehr. Der Sand (ein Drittel der Strecke) ist enervierend anstrengend, die Dünen (ebenfalls ein Drittel) hinsichtlich Untergrund und Gefälle/Steigungen sehr vergleichbar mit den Erfahrungen auf den Trail-Abschnitten des StrongmanRun. Verbunden mit einem starken Wind, der jede Wärme schnell vom Körper wegträgt. Dafür ist der Lauf über 7 Kilometer Strand im Sonnenschein (!) und mit Fernblick eine traum-hafte Erfahrung. Limbus. Inception.

Die Nacht vor dem Event war wesentlich zu kurz. Beim einem der wichtigsten Punkt der Vorbereitung, Schlaf, gepatzt. So kurz, dass ich mir mir eigentlich schwor, die Sache im letzten Moment abzublasen…Das hätte ich besser wissen müssen (war aber, als ich die Leistungseinbuße spürte und akzeptierte, kein Problem mehr). Ein Virus vergangene Woche tat sein übriges, um in Egmond nicht in körperlicher Top-Form zu sein: 131. Platz M35, 2:12:03.

Dafür war es ein gutes Training konditionell, ein Belastungstest sämtlicher Systeme, Auto und Überredungskunst der Ordner inklusive: Wenn am Ende die Zeit drängt, ist mir auch eine schlichte Geschichte recht, um schnell vom Parkplatz zum Aufgabelungspunkt des Rests des Teams zu kommen, gesperrte Straße hin oder her. Die Pendelbusse (5 Euro die einfache Strecke – frech) waren überlastet, die Zeit drängte, also gegen Ende auch noch weitere 5 Kilometer zum Auto zurücklaufen – und die Ordner überzeugen, die eigentlich gesperrte Strecke in die Stadt nutzen zu dürfen. 15 Extrakilometer marschierend und joggend. Großveranstaltung bleibt eben Großveranstaltung, da darf man sich von der schönen Fassade eines verkehrsgesperrten Nordseestädchens nicht täuschen lassen.

Außerdem: Ein Igel in der Tasche bietet sich bei so einem Lauf nicht an, 200 Euro Kosten kann man bei Eigenanreise für den Spaß kalkulierten (maßgeblich Startgebühr, Sprit, Parken, Pendelbusse, Verpflegung). Reist man alleine, wäre die Buchung über einen Laufreisenanbieter (wie z. B. bunert) die bessere, günstigere und entspanntere Wahl. Kostenpunkt 60 Euro (ohne Verpflegung. Last but not least: Die Begeisterungsfähigkeit, Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit der Niederländer ist TOP. Und die Sprache süß wie eh und jeh, ganz gleich der vielen sehenswerten Meisje – den Fahrrädern sei Dank?

Technisch hat (fast) alles so gut geklappt wie erhofft, alle Bilder und Filme im Kastenauf Karte, allerdings wirds bis zur Verfügbarkeit des Materials hier etwas dauern – folgt im Laufe der kommenden Woche. Massives Update. Eingebettet in den Brooks-Testbericht einschliesslich toller Fotos vom Fotoshooting am Strand – Dank der Nina von der athletenfotografie.de

Das für den Moment, genauso wie private After-Run-Party mit unseren Ehrengästen Endorphin und Dopamin – das Gefühl unmittelbar NACH solchen Events ist unglaublich schön und energiegeladen. Unbezahlbar.

Run happy!

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