Bergsprints…

Heute Intervalltraining der besonderen Art. Bergsprints. „Beissen!“, bellt Trainer Roman. Er hat heute blaue Taperings auf der rechten Wade. Bei dem Anblick denke ich die ganze Zeit ans blaue Band der maritimen Rennen mondäner Ozeanriesen. Die Parallele zu Roman ist der Sieg, schnell gerät er außer Sicht, außerhalb jeder Reichweite. Doch eins nach dem anderen…

Heute mal kurz, denn nach 90 Minuten Fussball gestern (Cageball, nicht Couch) und bisher 30 Kilometer Dauerlauf die Woche sind die Kohlenhydratespeicher komplett leer, statt Tastatur gibt´s gleich Thunfischsteak. Also mal keine epische Abhandlung über physiologischen Sinn schweisstreibener Steigungssprings, sondern einfach das Wesentliche:

TOP 1: Die technischen Daten. 10 Einheiten á 150 Meter á 20 Höhenmeter á round about 35 Sekunden. Von „Wohlfühltempo“ kann man hier nicht mehr sprechen, auch das planmäßige GAT2 als Herzfrequenzwertspektrum scheint irreal. Gäbe es GAT10, wäre es das. Jedenfalls verdammt nah dran an der Maximalfrequenz, auch 150 Meter können bei entsprechender Steigung und Anstrengung verdammt lang und anstrengend sein.

TOP 2: Die Strategie. Die ersten 2, 3 Sprints sind eher zum Einlaufen. Danach kennt man sein Tempo, und sollte versuchen, das auch bei den folgenden Sprints zu halten. Die Läufe bergab dienen der Pulssenkung, und sollten ebenfalls gleich lang ausfallen.

TOP 3: Das Beissen. In den letzen 2, 3 Einheiten darf man gern nochmal alles geben. Von dem bisschen, was noch übrig ist – jedenfalls bei mir. Denn angesichts des Tempos und der Leichtigkeit, mit der die Ausnahmeathleten der Spitzengruppe den Berg hinaufsprinteten, fällt mir nichts mehr ein. Gar nichts, ohne Worte. Höchstens, dass es ein toller Anblick war – für den kurzen Moment, bis sie ausser Sicht gerieten. Toll. Roman himself lief bereits mit dem jüngsten Vize-Sieger des StrongmanRun, dem Finnen Jani Lakanen, bei diversen Meisterschaften. Unglaublich, mit wem man so in Wuppertaler Wäldern unterwöchig unterwegs ist.

TOP 4: Die Zigarre danach: Läufer sind selten verlegen um Erklärungen für ihre sportlichen Missleistungen, daher müssen heute leere Kohlenhydratespeicher und müde Muskeln herhalten. Wobei das okay ist angesichts des gestrigen Spiels – selbst sportliche Kollegen staksten heute mit signifkantem Schmerzniveau über die Büroflure. Hielt sich hingegen bei mir sehr in Grenzen, etwas Tempo fehlte dann am Abend aber doch. Dafür das gute Gefühl, den Naturgewalten – Starkregen – und einem kleinen Motivationsloch für den Moment erfolgreich getrotzt zu haben. Jetzt Ruh und Reg bis Sonntag, da gehts zum sportlichen Wochenabschluss nochmal zwei Stunden durch Wald und Flur.

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