Speed of Light Ruhr

Unterwegs mit den Techno-Runnern. Gleichermaßen digital und analog geht es im Oktober zu sehr speziellen, sehr schönen Shows inmitten illuminierter Industriekultur in der Region Ruhrgebiet. Mittendrin mit Lichtgeschwindigkeit schon bei den Proben, für die wir uns alles andere als nur eine Planck-Zeit nehmen…

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Speed of Light
Das  Ruhrgebiet wird im Herbst in neuem Licht erstrahlen. Dank Speed of Light, einer faszinierenden Mischung aus Kunst- und Laufperformance, die im Rahmen des Edinburgh International Festivals zu den Olympischen Sommerspielen 2012 uraufgeführt wurde. Nach Yokohama in Japan kommt das Event Anfang Oktober an 3 Nächten und 6 Orten zu den Menschen der Metropole Ruhr.

Unser Training als RunLeader unter der Führung von Angus Farquhar (mehr zu ihm weiter unten) und Pipo Tafel (dito) hat begonnen. Bei den Aufführen im Oktober choreographiert dieser Teil des Ganzen insgesamt 120 Läufer, rekrutiert aus insgesamt 53 Städten und Gemeinden des Ruhrgebiets.

Bereits die begonnen Proben Ende August und im September, von denen ich euch in Vorbereitung auf das Event in diesem Beitrag berichte, sind eine atemberaubende, farb- und formberauschte Erfahrung “a step beside reality” an fantastischen Plätzen im Revier.

Alle Shows und Termine

Die finalen Lichtläufe und Performances von Speed of Light Ruhr finden an 3 Tagen statt. Pro Abend werden 2 Locations bespielt (Dauer je Location circa 30 Minuten). Im Anschluss an die erste Aufführung laufen die Läufer zum zweiten Standort. Jede Performance umfasst verschiedene Figuren, kreiert exklusiv für die jeweilige Location.

Donnerstag, 03. Oktober 2013, ab 19:30 Uhr
Start: Halde Hoheward in Herten
Ende: Jahrhunderthalle in Bochum samt Westpark
Distanz: 19 Kilometer

Freitag, 04. Oktober 2013, ab 19:30 Uhr
Start: Nordsternpark in Gelsenkirchen
Ende: UNESCO-Welterbe Zeche Zollverein in Essen
Distanz: 8 Kilometer

Samstag, 5. Oktober 2013, ab 19:30 Uhr
Start: CentrO in Oberhausen
Ende: Landschaftspark Duisburg-Nord
Distanz: 9 Kilometer

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Einzigartige Erfahrungen
Schon jetzt strahle ich nicht nur über das  ganze Gesicht, sondern zudem über beide Arme und Beine. Das liegt nicht nur am speziellen LED-Lichtanzug, sondern der ganzen Erfahrung. Abende und Nächte an tollen Locations wie der Halde Hoheward, dem UNESCO-Weltkulturerbe Zeche Zollverein, dem Nordsternpark,  der Jahrhunderthalle in Bochum, Westpark oder Centro:

Prächtige Industriekulissen und leuchtende Läufer ergeben visuell einen echten athletisch-ästhetischen Leckerbissen.  Wer auch nur im Ansatz den deutschen Electropop-Pionieren von Kraftwerk oder dem Visual-Effects-Spektakel TRON etwas abgewinnen kann, bekommt eine Ahnung. Mit Liebe für den Ausdauersport und Freude an schönen Bildern wird das Projekt einfach perfekt.

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=BEndyAOpI8A]

Unangenehm ist höchstens der Durchbruch auf meiner persönlichen Begeisterungsskala, da die tatsächliche Ausgestaltung der Trainings, das Erlebnis an den jeweiligen Locations, die Menschen und Macher im Projekt die theoretisch ohnehin strahlenden Ausgangsvoraussetzungen in der Praxis noch bei weitem übertreffen. Kurzum: So gut, dass es phasenweise kaum noch auszuhalten war. Tagelanges Dauerfeuer von Adrenalon, Dopamin und Serotonin. Selbst ein zusätzlich eingeschobener Halbmarathon vor dem 4. Probenabend brachte kaum Linderung, im Gegenteil ;-).

Die Menge des allein im ersten Probenblock Erlebten sprengt selbst hier im Blog jeden Rahmen. Ich gebe zu, noch keine bespielten Locations vorher vor Ort gekannt zu haben. Dementsprechend traf mich die Wucht des Mix aus zumeist weitläufiger Industriekultur einerseits und Artwork andererseits. Zum Beispiel auf der Halde Hoheward, auf der wir im Sonnenuntergang einen Fernblick von gefühlt 100 Kilometer in jede Richtung hatten, und dadurch das vermeintlich komplette Ruhrgebiet wie eine Spielzeuglandschaft samt Kraftwerke und Fördertürmen zu unseren Füßen lag. Die riesige Sonnenuhr und das Plateau mit Obelisk komplettieren den beinahe überirdischen Eindruck. Entlang der riesenhaften Fördertürme im Nordsternpark, unter den Blicken und Kieksern freudig verzückter Bräute und Hochzeitsgesellschaften (gleich zweier parallel). Oder entlang gigantischer Rolltreppen der Kohlenwäsche der Kokerei Hansa und Zeche Zollverein. Über riesigen Loren und auf Balkonen hinter handballfeldgroßen Fenstern, während unsere Schatten und Lampen die Silhouette von Läufern auf die Wände zeichnen. Mit Farben wie schmelzender Stahl, inmitten eines ehemaligen Zwischenlagers für Eisenerze, kriechend wie Geckos oder einfach Urmenschen die Wände und Kegel gleichzeitig mit unseren Stirnlampen explorierend. Über Treppen und entlang von Glasfronten, in endloser Reihe und mit roboterhaften Bewegungen, während 15 Meter unter uns die Menschen schauen und staunen und die Smartphones zücken. Oder einfach über 10 Kilometer Strecke langsam und unisono trabend, in den finalen Shows mit 120 Läufern und einer Gesamtlänge des Zuges von 1,2 Kilometer, sichtbar dank der LEDs auf eine Entfernung von mehreren Kilometern.

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Einen „normalen“ Lauf zu finishen, ist ja die eine Sache. Aber selbst beim beim Marathon ist nach 3, 4 Stunden auch mal Schluss. Noch ein alkoholfreies Erdinger, und ab nach Hause – wie viele tausend andere Teilnehmer auch. Vielleicht noch einmal der gleiche Zeitaufwand für einen einen Bericht hier im Blog.

Speed of Light ist anders. Es ist kein Wettbewerb, sondern eine Mischung aus Kunst und Performance mit laufathletischen Mitteln, unter Einbeziehung natürlicher und menschgemachter Umwelt. Auch wenn ich mit diesem Beitrag den Versuch unternehme, die Erlebnisse zu transportieren: Es wird mir nicht gelingen. Dafür ist alles zu neu, zu groß, zu lang, zu besonders, zu facettenreich und zu intensiv. Um so dankbarer bin ich, Teil dieses Projektes sein zu dürfen. Vielleicht sollte es für den Anfang auch nur um einen Eindruck und Überblick gehen. Spätestens mit den Shows Anfang Oktober können sich Interessierte live vor Ort einen Eindruck verschaffen, sprichwörtlich ein Bild machen.

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Intensive Proben
Allein die erste Phase der Proben Ende August / Anfang September schenkte uns an 4 aufeinanderfolgenden Abenden und Nächten je 6 Stunden Trainings und Laufzeit in den futuristisch anmutenden Anzügen. Trotz maximal 10 Kilometer Distanz pro Abend spürte man die (teils ungewohnten und tendenziell generell eher langsamen) Bewegungen) mehr und mehr in der Muskulatur. Unser Training ist das der 10 RunLeader, die später in den finalen Performances die Choregraphien laufen, während 120 Läuferinenn und Läufer insgesamt folgen.

Diese große Gruppe der Lichtläufer, die jeweils mit 12 Mann je einem der Leader folgen, steigen jetzt Mitte September in die rund einwöchigen technischen Proben mit ein. Im Anschluss folgt eine vollständige Generalprobe an 3 Tagen, Anfang Oktober dann ein exklusives Event für die Vom 03. bis 05. Oktober folgen die finalen Shows im Ruhrgebiet.

Das Projekt verlangt uns damit zeitlich und körperlich einiges ab. Doch allein schon die die Erfahrung der tollen Zusammenarbeit mit der international besetzten Truppe macht alles mehr als wett:

Internationale Gruppe
Etwa mit Angus Farquhar, der Director des Projekts und künstlerischer Leiter der NVA. 1961 in Aberdeenshire geboren. Angus wuchs er in Edinburgh auf. Am Goldsmith’s College der University of London absolvierte er ein Studium der Fächer Englisch und Schauspiel. Anschließend gehörte er zehn Jahre lang als festes Mitglied zur Londoner Industrial Band Test Dept. Ein Markenzeichen dieser Band waren Stellungnahmen und Kooperationen zu politischen Zusammenhängen (etwa mit dem Chor der streikenden Minenarbeiter aus Süd-Wales). Außerdem gab es wiederholte Zusammenarbeiten mit den Einstürzenden Neubauten.

Ende der 1980er Jahre kam es zu Zusammenarbeiten mit verschiedenen Theatergruppen wie die Brith Gof für das Album Gododdin in dem das gleichnamige Gedicht vertont wurde. Trotz der charakteristischen treibenden Perkussion in ihrer Musik weist die Musik eine große Spannbreite auf und beinhaltet in späteren Jahren auch andere Bereiche wie Techno. 1989 kehrte er in seine Heimat Schottland zurück und erweckte das Beltane Fire Festival zu neuem Leben. Er leitet und produziert die permanenten oder zeitlich begrenzten Kunstprojekte und Events von NVA seit deren Gründung.

Kein Wunder, dass Angus das Gesicht verzieht, als vom nahegelegenenen Holi-Festival auf dem Gelände der Zeche Zollverein eine Welle Eurodance akustisch zu uns herüberschwappt. Lieber rufen wir uns die jüngsten Konzerte von Kraftwerk oder Massive Attack in Erinnerung. Menschen wir ihn trifft man nur sehr selten – mit gleichermaßen so viel Vision, Charisma, Freundlicheit und Humor („Dear Techno-Runners“ oder der legendäre Sheep-Test, mehr möchte ich gar nicht sagen ;-)). Und obendrein noch ein Läufer, ja, sogar ein Blogger (see The Grim Runner).

Speed of Light behind the scenes fotos Ruhr 2013 Germany

Bei unserem ersten RunLeader-Treffen im Haus der Ruhr Tourismus GmbH in Oberhausen sprach er über die Anforderungen, die das Projekt mit sich bringt. Über Anstrengung, Ausdauer, Lernfähigkeit, Zuverlässigkeit, Kooperation, Freiheit. Und seine Liebe zum Laufen und der Natur an sich. Obgleich wir alle Englisch miteinander sprechen, habe ich noch nie in gleichermaßen wenig Worten eine so leidenschaftliche und treffende Offenbarung gehört. Rückbesinnung auf sich selbst, Achtsamkeit zugunsten von Körper, Geist und Seele. Genügsamkeit und Disziplin, scharfes Schwert im Kampf auch gegen Verlust oder Alter. Ubiquitäre Quelle von Glück und Zufriedenheit. Leicht weltweit anwendbar. Läufer sind keine graue Kirchenmäuse.

Laufen hat viel mit dem eigenen Ego zutun. Ohne Ego kein Überwindung, ob nun beim täglichen Training oder mit Ehrgeiz im Wettkampf. Auch in diesem Projekt geht es darum, bis zum Ziel zu bestehen. Doch ausschliesslich gemeinsam, harmonisch und synchron. Innerhalb der Performance reduzieren wir uns rein auf die Gruppe und die Bewegungen. Keine Interaktion mit dem Publikum, sondern unbewegte Geradeausschau, no smiling, no cheering. Stattdessen eine  synchrone und synästhetische Symphonie des Lichts. Das sind neue Erfahrungen weit fern jedes Ultramarathons selbst für die erfahrensten Läufer unter uns.

Speed of Light Ruhr ist die bisher ehrgeizigste Demonstration unserer künstlerischen Arbeit und zugleich auch diejenige, die dem Herzen unserer Arbeit am nächsten kommt“, so Angus. „Es ist ein Zelebrieren des gemeinsamen Ausdauerlaufes, das die überwältigende Industriearchitektur der Region hervorhebt und gleichzeitig den Fokus auf die grünen Korridore legt, die die Städte im Ruhrgebiet verbinden. Mittels Menschen, die Träume von individuellem, athletischem Heldentum aufgeben und stattdessen nach gemeinsamer, choreographierter Bewegung streben. Das Zusammenwirken dieser kinetischen Energie ist sensationell. Läufer, die wirkliche Anstrengung auf sich nehmen, um eine einzigartige neue Geometrie in der Stadtlandschaft schaffen.“ Mittels Licht als Medium, um sowohl die individuelle Energie jedes einzelnen Läufers aufzuzeigen, als auch die „Schönheit eines Kollektivs von Menschen zu vermitteln, die gemeinsam eine symmetrische Gesamtheit darstellen“.

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Choreograph Pipo Tafel
Die Choreographie leitet der in Köln lebende Pipo Tafel. Geboren 1979 in Stuttgart, entstehen seine Arbeiten im Zwischenbereich von Tanz, Film und Medienkunst.

Sein Studium absolvierte Pipo an der Hochschule für Gestaltung Karlsruhe, an der Folkwang Universität Essen, sowie im Rahmen des europäischen Studienprogrammes D.A.N.C.E. in Marseille, Brüssel und Dresden. Im Anschluss folgten Zusammenarbeiten mit William Forsythe, Wayne McGregor und Thierry De Mey. Er war Stipendiat des Leonardo Da Vinci / EU Culture 2000 Förderprogramms, der Kunststiftung NRW, des Deutschen Akademischen Austauschdienstes, der Kunststiftung Baden-Württemberg, von Tanzplan Dresden und ist seit 2008 Atelierstipendiat des Kölnischen Kunstvereins und der Imhoff Stiftung

Pipo ist ein klasse Typ: Voller Kreativität und Feuer für die Sache. Immer mit offenen Augen und Ohren für unsere Freude, Fehler und Fragen. Die freundliche, aber bestimmte Stimme im Ohr, die uns zusammen mit seinen Kolleginnen Ivana Kisic (Kunsthochschule Arnheim) und Wiebke Rompel auf den rechten Weg choreographiert.

In den vorangegangenen Absätzen habe ich euch nur 2 Personen des mehr als 20 Köpfe starken Teams vorgestellt. Dazu gesellen sich mit Jessica Lehmann und Jens Lagemann absolut sympathische, tatkräftige, unverzichtbare (und deutschsprachige) Koordinatoren auf Veranstalter-Seite. Nicht zu vergessen die RunLeader selbst, allesamt erfahrene Langstreckenläufer aus der Region. Schöne Grüße an euch alle auch von dieser Stelle.

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Bewegte Vielfalt
Alle Locations von Speed of Light liegen entlang des Emscher Landschaftsparks. Dieser  zentrale Teil oberhalb der Metropole Ruhr ist mit einer Fläche von rund 450 Quadratkilometern und mehr als 200 umgesetzten Projekten der größte und am weitesten ausgebaute Regionalpark Europas. Er setzt sich aus zahlreichen einzelnen Parks, Halden und Landmarken zusammen, und ist tatsächlich am besten erlebbar, wenn man ihn bereist.

Technik der Lichtanzüge
Mit großem Aufwand, ausführlichen Tests und Liebe zum Detail entwickelten die Designer von NVA die für Speed of Light charakteristischen Lichtanzüge. Insgesamt 15 Prototypen entstanden, die unter verschiedenen Bedingungen getestet wurden und bei denen zunächst auch unterschiedliche Leuchttechniken ausprobiert wurden. Schließlich, im Herbst 2011, wurde die Entwicklung der Anzüge abgeschlossen. Zum Einsatz kommen nun LEDs (Lumineszenz-Dioden), die als Leuchtmittel direkt ins Gewebe der Anzüge eingearbeitet werden.

Damit die „Stick Man“ genannten Anzüge während der Speed-of-Light-Performances einwandfrei funktionieren, wurde einigen Funktionen besondere Aufmerksamkeit gewidmet: Die Lichtanzüge sind so konzipiert, dass sie die Bewegungen nicht beeinträchtigen. Das war gerade mit Blick auf die Licht-Choreografien für die Künstler besonders bedeutsam. Außerdem wurde der Energieverbrauch möglichst weit reduziert, damit die Anzüge aufgrund der Akkus nicht zu schwer werden (der Wirkungsgrad der Technik ist noch nicht hoch genug, um ohne Akku zu arbeiten, und die LEDs rein auf Basis kinetisch gewonnener Energie zu betreiben).

Nicht zuletzt müssen die Anzüge sehr strapazierfähig sein, um sie problemlos in schwierigem Gelände und unabhängig vom Wetter einsetzen zu können. Schlamm, Wind und Regen können der robusten Technik nichts anhaben.

Jeder einzelne Anzug kann mittels einer drahtlosen DMX-Steuerung (DMX = Digital Multiplex) im Frequenzbereich von 2.4 Gigahertz selbst über größere Distanzen und in unübersichtlichen Gebieten angesteuert werden. Dabei können die LEDs nicht nur ein- und ausgeschaltet werden, zusätzlich können von den Künstlern Farbe, Leuchtfrequenz und Lichtstärke per Fernsteuerung verändert werden (Randnotiz: Angesichts dieser Frequenzen ist der parallele Betrieb der Drohne aufgrund der erwarteten Inteferenzen nach Rücksprache mit dem Tech-Team nicht ratsam ;-)).

Durch die Steuerung der LED-Anzüge entstehen die faszinierenden choreografierten Lichtmuster. Selbst aus der Distanz vermitteln die „Stick Mans“ noch gute Eindrücke von der Form des menschlichen Körpers und dessen Bewegung und erschaffen über die Anordnung und die Wege der Läufer im Gelände einzigartige Lichtstimmungen. Ein (englischsprachiges) Video mit ausführlicher Erklärung zur Technik der Lichtanzüge findet ihr hier.

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Nacionale Vitae Activa
Hinter dem internationalen Lichtkunstprojekt steckt die 1992 in Glasgow gegründete Kunstorganisation NVA, Akronym für Nacionale Vitae Activa, ein lateinischer Ausdruck, welcher übersetzt ‘das Recht, öffentliche Angelegenheiten zu beeinflussen’ bedeutet. Als einer der Gründungsgedanken der Demokratie beschreibt er das Prinzip ein aktiver Bürger zu sein, der die Welt in der wir leben mitgestaltet, indem er aktiv an ihrer Entwicklung teilnimmt, anstatt sich passiv darauf zu verlassen, dass die politische Klasse etwas verändert.

Sie hat sich zum Ziel gesetzt, durch öffentliche Kunstprojekte urbane oder ländlichen Räumen durch die Teilnehmer neu zu definieren, und dadurch Umgebungen zu schaffen, die Menschen dazu inspirieren, das Vertraute hinter sich zu lassen und sich für neue Sichtweisen zu öffnen. Die Arbeit von NVA schöpft aus dem Reichtum zeitgenössischer Kunstformen, der natürlichen und der von Menschen geschaffenen Umwelt, und hinterfragt beides.

Dabei blickt sie zurück auf eine Reihe international aufsehenerregender und anerkannte Projekte. Beispielsweise Lichtanimationen in den Bergen der Insel Skye „The Storr: Unfolding Landscape“ oder Stadtfeste in Glasgow und Edinburgh. Speed of Light sorgte 2012 im Rahmen der Olympischen Sommerspielen in Großbritanien erstmals für Fuore.

Das Projekt erfüllte den Wunsch, Amateur-Ausdauerlauf in den Bereich des Außergewöhnlichen emporzuheben. Die Uraufführung fand auf dem Arthur’s Seat, einem Berg der schottischen Hauptstadt Edinburgh, als Kernstück des Edinburgh International Festival mit 4.000 Läufern statt, die über 21 Nächte hieran teilnahmen. In Zusammenarbeit mit lokalen Choreographen und Läufern in verschiedenen Ländern begibt sich Speed of Light nun auf die Reise zu neuen Orten auf der ganzen Welt. Halt mache es bereits in Yokohama (Japan) und Manchester (England).

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Fotowettbeweb
Wer einen kostenlosen Platz für einen professionellen Fotoworkshop vom 03. bis 06. Oktober 2013 (Motiv: Industriekultur) gewinnen möchte, kann sich an unserem Fotowettbewerb „Lichter in der Nacht“ beteiligen. Bis zum 18. September sucht Speed of Light die besten Fotos unter diesem Motto. Interessierte senden maximal drei Fotos an fotografen@speed-of-light-ruhr.de mit dem Betreff: „Teilnahme Lichter in der Nacht“.

Die besten Fotos veröffentlichen werden in einem Fotoalbum auf der Facebook-Fanpage www.facebook.com/speedoflightruhr und in einer Fotogalerie auf der deutschsprachigen speed of light-Website veröffentlicht.  Weitere Infos unter www.speed-of-light-ruhr.de/fotografen.html. Folgendes Foto ist in diese Richtung gedacht, entstand jedoch bereits im Rahmen des Syltlaufs (Experiment Jugendherberge und So lief sich Sylt) im März 2012 am Strand von Westerland:

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Links
Speed of Light (Ruhr)
Speed of Light (Olympia 2012)
Speed of Light (Yokohama)

Emscher Landschaftspark
Ruhr Tourismus GmbH

Nacionale Vitae Activa (NVA) und bei Twitter
Director Angus Farqhuar (Blog: The Grim Runner)
Choreographischer Leiter Pipo Tafel (Facebook)

Presse-Event: Kokerei Hansa
Location:Zeche Zollverein
Location: Halde Hoheward
Location: Jahrhunderthalle und Westpark
Location: Duisburg Landschaftspark

Video

Eine der besten Dokumentationen zu Speed of Light bei thespace.org:

thespace org nva speed of light ruhr

Als Ausklang noch ein ausgewählter Song. „Elektrokardiogramm“ von Kraftwerk passt nicht nur akustisch und thematisch, sondern auch optisch vorzüglich zum Thema:

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=ovCK97hFiSI]

Speed of Light Collage 2013 Oktober Ruhrgebiet

P. S. Wer sich das jetzt auch schon die ganze Zeit gefragt hat: Ja, zwischendurch begleitete mich selbst der Gedanke, dass, den Titel „Speed of Light“ beim Wort genommen, wir uns quasi wie Photonen mit einer Geschwindigkeit von 299.792.458 Metern pro Sekunde bewegen müssten. Das wäre jetzt weniger eine Pace als ein Planck, aber nach Einstein und der Relativitätstheorie würde sich die Zeit für das Photon ins Unendliche dehnen. Und wer will das dann an den Aufführungsabendden schon? Doch mein English reicht zum Glück nicht aus, um auch noch Diskussionen zur Zeitdilitation zu führen…

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