Black Beauty: Brooks Longsleeve

Egmond goes Equilibrium: Beim Halbmarathon letzten Sonntag über Sand und Strand testete ich das neue Langarmshirt von Brooks. Funktionskleidung für Run und Fun, bei Wind und Wetter.

Baumwolle oder Polyester?
Ein Laufshirt gehört zur Basisausrüstung eines jeden Läufers, neben Laufschuhen und Laufjacke. Neueinsteiger greifen beim Sport vereinzelt vielleicht noch zum Baumwollshirt: Die Fasern des traditionellen Materials sind innen hohl, ähnlich wie ein Schwamm. So nehmen sie zwar schnell Schweiß auf, doch die Zellulose der Baumwolle quillt auf, der Schweiß wird nicht weitergeleitet. Konsequenz: Das nasse Shirt klebt am Körper, der Schweiß verdunstet direkt an der Haut. Es entsteht Verdunstungskälte, der Sportler friert bei Wind und Wetter wesentlich schneller.

Anders Funktionskleidung: Polyester leitet Feuchtigkeit schnell vom Körper weg, lässt aber noch genügend Schweiss an die Haut, um den Körper bei der Kühlung zu unterstützen. Polypropylen ist da noch konsequenter, und lässt kaum Feuchtigkeit am Körper zurück. Spandex oder Elasthan erhöhen die Dehnbarkeit und Tragekomfort der Kleidung, Nähte verlaufen flach und scheuern auch bei längeren Distanzen mit viel Bewegung nicht. Zu guter Letzt sind diese neuen Materialkombinationen leichter als ihre Baumwollpendants – das Brooks Shirt etwa wiegt lumpige 150 Gramm, ein langärmliges T-Shirt aus Baumwolle locker 200 Gramm, die Gewichtsersparnis liegt bei satten 25%.

Funktionskleidung hat sich deshalb maßgeblich unter Läuferinnen und Läufern durchgesetzt. Je nach Einsatzzweck und Hersteller ergänzen sinnvolle Features die guten Stücke: Etwa Reflektoren für bessere Sichtbarkeit oder reissverschlussgesicherte Taschen für Schlüssel und Kleinigkeiten.

Brooks Black Beauty
Exakt ein solcher Vertreter ist das Brooks Equilibrium Longsleeve, das ich bei 8° und starkem Wind auf der Halbmarathondistanz in Egmond getestet habe. Zusammen mit der schwarzen Laufhose von Brooks war der Kontrast zum hellen Sand und Strand perfekt, guten Grip verdankte ich den Brooks PureGrits.

Das Shirt ist aufgrund der verwendeten Materialen (80% Polyester und 20% Spandex) angenehm weich und anschmiegsam. Der Feuchtigkeitstransport funktioniert perfekt: Windbedingt einer der wenigen Läufe, die keinen einzigen Schweisstropfen zurückliessen. Im letzten Drittel der Dünen zwar windgeschützt, doch etwas kühl: Was aber an meinem Verzicht auf das Zwielelprinzip lag: Das Brooks Equilibrium LS lag als einzige Schicht an. Andere Läufer waren bei 8° und Wind mehrlagig und mit Jacke unterwegs, ich nur mit langärmlichen Laufshirt, thermisch macht das zwangsläufig einen Unterschied. Aufgrund seines Komforts eignet es sich aber auch ideal als  feuchtigkeitsableitende Schicht unter einer Laufjacke – meine Lieblingskombination im Wintertraining.

Praktische Details, guter Sitz
Richtig praktisch ist die reissverschlussgesicherte Schlüsseltasche auf der rechten unteren Seite des Shirts. Nicht jede Laufhose hat so etwas, und je nach Schlüsselgröße bleibt die Einschnürung in den Schuh Geschmackssache. Idealer ist für große (Auto)Schlüssel ein Platz oberhalb der Füße.

Der Schnitt des siliziumerprobten Shirts ist eher leger, nicht tight. Dank der freundlichen Brookies konnte ich das ursprüngliche M des Textexemplars in ein S downgraden, was noch immer etwas Luft ließ, gleichsam aber gut passte. Und Dank der freundlichen Nina von der athletenfotografie.de entstanden auch diese beiden Aufnahmen – Danke an Dich auch von dieser Stelle nochmal für den tollen Tag nahe Amsterdam – more2come!

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