Berlin beats

Exakt noch 2 Monate bis zum Marathon. Beherzt hab ich mich auf dem Nürburgring durch die Boxengasse gemogelt, und ordentlich Telemetrie organisiert. Techno ging in Berlin ja schon immer, deshalb: Run by wire, Vorsprung durch Technik, auf Du und Du mit EGK und MRT. Dank der marathonmedizinischen „Berlin Beat Studie“ der renommierten Charité – der Universitätsmedizin mit Herz!

Berlin Beat Studie
Die Versorgung beim Berlin-Marathon gilt weltweit als Maß der Dinge. Das veranstaltereigene Medical Team sorgt für grünes Licht in Sachen Gesundheit. Doch nicht nur deshalb ist Berlin eine Reise und einen Lauf wert:

Die Berliner Charité führt regelmäßig eine für Marathonläufer bedeutsame medizinische Studie durch Die World Marathon Majors Boston, Berlin, Chicago, London und New York haben sich auf die Agenda geschrieben, während ihrer Marathonveranstaltungen Forschungsvorhaben umzusetzen. Dabei sollen insbesondere wissenschaftliche Themen, die bisher keine oder nur geringe Beachtung fanden, untersucht werden. So können Studienergebnisse relativiert werden, die bislang auf kleinen Probandenzahlen und oftmals unzureichenden Kenntnissen von belastungsbedingten Veränderungen basieren. Als Ergebnis winken wichtige präventive Folgerungen.

Medizinischer Hintergrund
Ausdauersportler haben ein geringeres Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Vereinzelt geben erste wissenschaftliche Studien jedoch Hinweise, dass manche Ausdauersportler häufiger unter Herzrhythmusstörungen leiden könnten. Die Berlin Beat Studie untersucht das Auftreten von Herzrhythmusstörungen bei Marathonläufern neben vorbeugende Konsequenzen für die Erkennung und mögliche Behandlungen. Oft nimmt der Teilnehmer solche Störungen subjektiv nur vage wahr.

What´s happening?
Im Rahmen der Studie wird der Herzrhythmus während des Marathonlaufes mit Hilfe eines tragbaren EKG-Rekorders aufgezeichnet. Daneben wird vor und nach dem Marathon eine Kernspintomographie des Kopfes und Blutentnahmen (checkt mögliche Veränderungen der Blutwerte bzw. Elektrolytverschiebungen) durchgeführt.

EKG
Das EKG ist die klassische Untersuchungsform: Sie misst die elektrischen Ströme, die bei jedem Herzschlag auftreten, über die Haut. Das Langzeit-live-EGK über den gesamten Marathon (per CardioMem, im mp3-Format/95g) plus Vor- und Nachuntersuchungen ergeben die Gesamtdaten. Die Abschlussuntersuchung findet im September 2012 statt, ein Jahr nach dem Marathon.

MRT
Die Kernspintomographie, auch Magnetresonanztherapie (MRT) und Computertomographie (CT) lassen Aufnahmen vom Körperinneren zu. Beim Kardio-MRT werden die Bilder mit Magnetfeldern und Radiowellen erzeugt. Beim Kardio-CT umkreist eine Röntgenröhre den Körper und produziert Schichtbilder. Die Aufnahmen geben Informationen über die Funktion der Herzklappen, die Durchblutung und Größe des Herzens. In Berlin kommt ausschliesslich die höher entwickelte, strahlungsfreie MRT zum Einsatz.

Dieses Hightech-Screening für Herz und Hirn ist ohne Handicap für den eigentlichen Lauf, und außerhalb einer solchen Studie sonst sehr teuer. Als Studienteilnehmer erhält man außerdem eine individuelle Betreuung im Start- und Zielgebiet, Nachbetreuung und Service. Außerdem leistet man einen Beitrag zur Erforschung gesundheitlich relevanter Abläufe im Körper, die Erkenntnis und Verständnis bis hin zu neuen Blickwinkeln für die Allgemeinheit und die Spezies „Marathonläufer“ schaffen.

Background
Ausrichter der Studie ist die Berliner Charité, im Team mit Ärzten der Spezialgebiete Sportmedizin, Neurologie und Kardiologie. Insgesamt 100 Läuferinnen und Läufer nehmen teil, Ausgangsvoraussetzung ist ein Alter zwischen 35 bis 60 Jahren, Marathonerfahrung, ein wöchentlicher Trainingsumfang ab 40 Kilometer, Gesundheit und insbesondere die Freiheit von Herzrythmusstörungen.

Klar, dass die Beats von Kraftwerks Elektrokardiogramm im September nicht fehlen dürfen!

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