Die grüne Hölle

Gosh, die heutigen knapp 20 Kilometer hatten es in sich. Das Wetter mehr Sumatra als Sommer, führte mich die Verlängerung des Cafe Hubraum zunächst in die grüne Hölle der Kohlfurth. Vorweg, meinen Puls bekomme ich beim Laufen definitiv nicht in die angedachten 70 % der Herzfrequenz – dafür bräuchte ich einfach nur flott gehen. Bleibt, reelle 85 % als Komfortzone zu deklarieren und mit der erhöhten Belastung erstmal zu leben. Vielleicht wäre es eine gute Idee, das Rauchen aufzugeben, doch eins nach dem anderen. Dachte ich mir auch in der Kohlfurth, entlang der Wupper: Die Wege wurden immer schmaler, der Matsch tiefer, die Pflanzen dichter und die Hügel steiler. Mein Plan, die Wuppertaler Südhöhen über einen Umweg am Sonnborner Kreuz zu erklimmen, wurde jäh durch eine Brücke kurz vor Buchenhofen abgekürzt. Doch Irrtum, von Abkürzung konnte im Burgholz Forrest keine Rede sein: Das grenzte an Verirren, nachdem ich zwar querfeldein den Berg bezwang, mich dann aber orientierungslos im Unterholz widerfand. Gut, eine „Karte“ im Gepäck zu haben, denn nach 2 Stunden war der einzige Bock, den ich noch hatte, ein kreuzender junger Rehbock auf einer Lichtung. Kurz vor dem Blattschuss erreichte ich dann Dank der Guidance – unerwartet – die rettende Sambatrasse. Insgesamt ein ganz schön elementares Erlebnis, direkt vor der Haustüre.

Run 18km 02082009-2

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