Die schnellste Drohne Deutschlands

Heute in Herdecke. Mit supersympathischer, superschneller Running Mocki, 27-fache deutscher Meisterin. Deutschlands schnellste Läuferin. Und jetzt auch Deutschlands schnellster Drohne, quasi! Start aus erster Reihe dank Orthomol – und ein unvergesslicher Tag rund um die Ruhr. Sie lief Streckenekord, 1. Platz. Bei mir hätte es mit einem 4. Platz in der AK fast zum Treppchen gereicht. Und es gibt wieder richtig viel zu erzählen…

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Also erstens, ihr wisst ja, ich zähle hier nicht alle sportlichen Ergebnisse der jeweiligen Veranstaltung auf. Erstens sind die ohnehin gut dokumentiert, aktuell etwa bei Laufen.de und natürlich dem TSV Herdecke als Veranstalter. Mit einer Ausnahme: Sabrina Mockenhaupt herself, mindestens mit einem eigenen Absatz. Sie ist einfach zu erfolgreich und fantastisch. Wegen der zahlreichen bekannten und neuen, netten Gesichter, gibt es natürlich auch noch etwas zu Orthomol, Team und David Koll!

Sportlicher Superstar Sabrina
Sie ist  5x Juniorenmeisterin. 5x Jugendmeisterin. 6x Crossmeisterin. 5x Deutsche Meisterin über 5 km. 4x Deutsche Meisterin über 10 km. 4x Deutsche Hallenmeisterin. Militärweltmeisterin über 5 km und im Cross. Belegte den 2. Platz bei der  Cross EM 2005. Platz 3 bei der Hallen-EM 2005. 2-fache Olympia-Teilnehmerin.  Und selbst ihre Mutter war heute schneller als ich, ach was, als die meisten.

Bestzeit auf 5 Kilometer unter 15 Minuten (14:59:88 in Koblenz). Die 10 Kilometer in 31:14:21 (Peking). Halbmarathon 01:08:45 (Berlin), Marathon 02:26:21 (dito).

Ihr Plan in Herdecke: Die ersten 4 km mit einem Schnitt von 3:30 – 3:36/km, dann ein schneller 1.000er in 3:10, gefolgt von weiteren 4 km mit dem Eingangstempo. Auf dem letzten Kilometer „Feuer frei“. Ergebnis: 34:21 Minuten, neuer Streckenrekord. Und das trotz der vielen Auf und Abs.

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Herdecke ist die Höhe
Der Herdecker Citylauf hat es streckentechnisch wirklich in sich. Auf dem Papier merkt man das vorher nicht. Da ist man auf die Strecke konzentriert. Angesichts der vielen verschiedenen roten Pfeile volle Lotte.

Das Höhenprofil des Kurses ist nicht von schlechten Eltern. Vom Start weg geht es sanft einige Höhenmeter bergab. Unmittelbar danach erneuter Anstieg gen Wendepunkt , Wende, und wieder runter – und wieder rauf. Der erste Kilometer ist geschafft, jetzt abbiegen, kurzes, starkes Gefälle. In langgezogener S-Kurve mit gut optimierbarer Ideallinie über den Bürgersteig zum knackigen Anstieg Richtung Fußgängerzone. Auf der zentralen Bummelmeile geht es dann  im sanften, kontinuierlichen Anstieg an jubelnden Herdeckern, Rathaus, Marktplatz und Startbogen vorbei gen Kuppe. Oben angekommen, ist die erste von fünf Runden á 2 Kilometern geschafft.

Doch ich greife vor. Der Kurs ist klasse, Herdecke fast vor der Haustüre, und das Kreuzchen im Laufkalender für das kommende Jahr gemacht. Selten habe ich so hingebungsvoll am Berg in netter Gesellschaft gekämpft, geschnauft und gestöhnt.

Unterschätzt nie die Intimität gemeinsamer Läufe! Anders als rationale Areale funktionieren trotz der Anstrengung gewisse grundsätzliche Gedankengänge noch ganz gut. Verlegenheit ist hier jedoch fehl am Platz. Und es geht ja zum Glück nicht so zu wie beim Tennis. Da der Kurs Rundkurs noch dazu mit mehreren Runden war, bot er Gelegenheit, die Eliteläufer nicht nur zu sehen, sondern auch atmen zu hören. Da ist mir im Prinzip nichts besonderes aufgefallen, nur bei Mocki, die ein recht hochfrequentes, kräftiges Schnaufen zeigt, jedoch akustisch verfremdet durch den Doppler-Effekt. Doch was führte sie heute eigentlich nach Herdecke?

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Alles Gute kommt von Orthomol
Mocki wird unterstützt von Orthomol. Im Rahmen ihrer Trainings- und Wettkampfplanung kann man das Glück haben, bei einer Aktion des Anbieters ein Ticket zu gewinnen. Nicht nur für ein Meet & Greet, sondern gar ein Ratsch & Run. Überglückliche Hauptpreisgewinner übernachten, frühstücken, trainieren, laufabcen, mittagessen und rennvorbereiten mit Mocki.

Beim Frühstück (und zum Mitnehmen als Wochenration) gibt´s natürlich Orthomol. Vorweg, zum langfristigen Effekt des Produkt kann ich aktuell nicht viel sagen, höchstens, dass es auf Anhieb gut schmeckt. Doch das tut ja Vieles, und hier geht es ja schließlich um Mikronährstoffe für die sportliche Leistung. Mit Magnesium als Beitrag zum normalen Energiestoffwechsel und zur Muskelfunktion. Und L-Carnitin, Coenzym Q10 und Omega3-Fettsäuren.

7 Tagesportionen liegen vor mir, jeweils bestehend aus Trinkfläschchen, Tablette und Kapsel.  Orthomol ist offizieller Ausrüster des Olympiastützpunktes Rheinland. In diesem Sinne werde ich das natürlich im Auge, Mund und Magen behalten, und später über die Effekte zu berichten wissen. Mit einer Leistungssteigerung zu vorgestern hat es heute jedenfalls ja schon mal geklappt, ein gutes Zeichen.

Überhaupt möchte ich Orthomol mal loben. Laufsport ist was Tolles. Jeder Hersteller, der für Läufer etwas tut, erscheint mir fast automatisch förderungswürdig. Das ist mehr, als „nur“ ein gutes Produkt zu haben. Mir sind gezielt diejenigen Unternehmen sympathisch, die sich nicht nur auf gute Produkte beschränken. Sondern die Sprache ihrer Zielgruppe sprechen, aktiv auf sie eingehen, und das Erleben mit sich verweben. „Run happy“ von Brooks zum Beispiel. Echte Enthusiasten, die den Sport lieben und leben. Es schaffen, die Sache auf die Straße zu bringen. Herzlichen Dank also auch an die Langenfelder Laufsportförderer, in persona Kira Popp und Thomas Mechtel (ganz unten in der Collage in blau und in den Armen).

Die schnellste Drohe Deutschlands
Früher war alles besser™: Kamera in den Rucksack, idealerweise noch Speicherkarte und Akku gecheckt – fertig. Ein bisschen Extrazeit eingeplant, und Fotos lassen sich von überall dort machen, wo man festen Boden unter den Füßen hat.

Heutzutage ist es schon schwieriger: Akkus überprüfen und aufladen. Kameras prüfen, insbesondere die unter der Drohne. Sicherheitshalber mit dem Brillenputztuch drüber, denn kaum etwas ist fieser als überraschend unbrauchbare Bilderserien am späten Abend. Luftschrauben (vulgo: Propeller) nachziehen, nur zur Sicherheit. Und dann alles in den Koffer, schön vorsichtig. Später alles wieder auspacken, penibel auf GPS und den Rest vom technischen Schützenfest aufpassen, Gespräche führen – und natürlich fotografieren.

Überhaupt, dieser Koffer. Dezent geht echt anders. Groß, kantig und schwarz. In seiner physischen Anmutung mindestens so militant wie die Konnotation der Drohne.
Dabei ist sie nur ein filigranes Stück Hochtechnologie, empfindlich gegenüber Wind, Wasser,  Elektrizät, Feuer, Schwerkraft, Radioaktivität. Eigentlich widerstrebt ihr so ziemlich alles an Elementen und Grundkräften der Physik. Entropie, wie immer.

Um so wichtiger ist es also, seine sieben Sachen zusammenzubehalten. Dazu gehört dann eben auch eine vernünftige Zeitplanung. Mit ein wenig Verspätung ging es in die exklusive Runde und Vorabbesprechung mit Mocki ins Hotel, den Zweibrücker Hof (oben links in der Collage).

Ultrafotograf Thomas Wenning
Erst ein freundliches „Hallo!“ in die Runde, dann schnell mit meinem Gepäck auf einen freien Sitzplatz des Konferenzraums der Herdecker ****Herberge. Mein Weg führte mich über den www.sport-journalist.com Thomas Wenning, der am Boden kauernd schon wieder im fotografischen Einsatz für Laufen.de war. Neben Heinz Schier ist er für mich einer der ganz großen Sport- und Eventfotografen Deutschlands. Arbeitete für verschiedene große Bild- und Nachrichtenagenturen, darunter dapd und Actionpress. Beliefert heute dpa oder Reuters. War früher Extremsportler, und ist heute dem Lauf- und Triathlonsport als Fotograf treu geblieben. Ein Vollblutprofi, der hinter der Linse auf der ganzen Welt zu Hause ist.

Unsere Gelegenheit zum kurzen Austausch freute mich enorm – heute reihte sich Highlight an Highlight. Seine Fotos von der Veranstaltung findet ihr hier. Vielen Dank nochmals nach Bocholt an dieser Stelle für Bild 57. Mein eigenes, bescheidene fotografische Werk (on ground) unten in den Collagen.

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Buch Exodus Teil 2
Vergangenen Donnerstag berichtete ich euch ja noch wortgewaltig vom Fan-Flash dank der Klingenwetzer. Dafür scheute ich auch nicht das Zitat aus der Bibel. Buch Exodus, Kapitel 33, Vers 12:

Mose sagte zum Herrn: Du sagst zwar zu mir: Führ dieses Volk hinauf! Du hast mich aber nicht wissen lassen, wen du mitschickst. Du hast doch gesagt: Ich kenne deinen Namen und habe dir meine Gnade geschenkt.

Und so war es. Mocki kannte meinen Namen. Und mir die Drohne signiert, sozusagen die Gnade geschenkt. Und uns alle (zum Start) hinaufgeführt. Ereignisse biblischen Ausmaßes, in deren Angesicht jedwede Eloquenz bei mir erlahmt. Spätestens, als Mocki meinte, dass ich doch der Alf wäre, der Alf Dahl. Sie kenne mich doch. Mockis Unterschrift mach die Drohne zur schnellsten Deutschlands. Zum Mockicopter.

Dislike? Disclaimer!
Mal zurück auf den Boden der Tatsachen. Nach dem kleinen klerikalen Ausflug vorhin muss ich bitte unbedingt mal festhalten, dass mir lediglich diese naheliegende Dualität der Dinge beschreibenswert erscheint. Ich bin naturwissenschaftlich geprägt. Wohlmöglich glaube ich an so etwas die Schicksal, halte Glück und (vielmehr) Zufriedenheit erstrebenswert, und Gedanken des Zen und Buddhismus für dienlich. Begreife die Menschen und mich nur als… ach, lassen wir das. Bibeltreu geht jedenfalls anders. Und ich mag Pulp Fiction.

The only way ist up
Nach der exklusiven Gesprächsrunde mit Mocki ging es an die Ruhr. Die Uhr versprach noch einen Puffer von rund 90 Minuten. Genug für ein paar Starts und Landungen entlang der „Stadt zwischen den Ruhrseen“, Hengsteysee & Hartkortsee, Appendix wahlweise von Witten oder Wetter.

Ihr merkt, Herdecke ist keine Metropole. Und sie ist keine Schönheit. Zwar schient die Sonne, doch vor Arbeit ganz grau. Wartet, ich mach mal das Radio leiser.

Rund 23.00 Einwohner und ein Flächenmaß von gerade mal knapp 23 Quadratkilometern kommen dem Mockicopter sehr zugute. So reichen wenige Höhenmeter, um die ganze Stadt draufzukriegen. Und das Kraftwerk am Rande der Stadt gleich mit. Im Hintergrund seht ihr je nach Himmelsrichtung niederbergisch-märkisches Hügelland oder nordwestliche Ausläufer des Sauerlandes, siehe oben.

Hätte, hätte, Fahrradkette
Gegen Ende werde ich mir noch mal untreu und bitte kurz zum Laktatgespräch: Sabrina Mockenhaupt siegt bekanntermaßen in 34:21 Minuten. Mama Hildegard, in Sympathie ihrer Tochter vollkommen ebenbürtig, in überragenden 45:46 (1. Platz W55, was sonst). Mengt man Männer und Frauen in der Ergebnissliste zusammen, belegt sie Platz 103 von 242.

Mit 49:08 Minuten bleibe ich dem Mittelfeld gerade eben noch treu. Schneller als Solingen vor zwei Tagen (vermutlich das Orthomol). 4. Platz meiner Altersklasse (W35), immerhin von 15.

Sagen wir mal so: Hätte ich während des Laufes gewusst, dass der Herr Sven in Sichtweite wenige Sekunden vor mir das Zünglein am Siegertreppchen war, hätte ich mich noch ein wenig mehr angestrengt. Hätte, hätte, Fahrradkette – ich weiß. Andererseits glaube ich an den technologischen Fortschritt. Und bin mir sicher, dass die Spitzenläufer aufgrund der geringen Dichte des vorderen Feldes die Sache im Rennen gut einschätzen können. Das ist im Mittelfeld mengenbedingt nicht mehr der Fall. Es wäre also schön, wenn ich ab Sommer so etwas kaufen könnte, das mir dann eine entsprechende Ansage gibt. Alternativ nehme ich auch Handzeichen oder andere Hinweise von Helfern an der Strecke entgegen. Danke.

Zu guter Letzt noch schöne Grüße an David Koll aus Wuppertal. Platz 7 mit 35:13, gerade eine Minute weniger als Mocki. Wir kennen uns von verschiedensten Laufveranstaltungen dieser Welt, nicht zuletzt ist David Sieger supersympathischer und extram aktiver Lokalmatator im Bergischen Land und Sieger des hiesigen Firmenlaufs. Na, jedenfalls hatten wir bei der Siegerehrung unseren Spaß vor der Bühne (und, das möchte ich nebenbei noch einmal einstreuen, beinahe auch auf der Bühne) Eigentlich keine schlechte Idee von ihm, das mit dem Radrennen als Staffel auf dem Nürburgring. Muss ich mich mal mit beschäftigen. Schließlich komme ich gerade erst vom Rad, denn wo ich das hier gerade schreibe, habe ich das Death Pedal in Düsseldorf hinter mir. Doch das ist eine andere Geschichte… 😉

Außerdem gehen herzliche Grüße an alle Läuferinnen und Läufer des Orthomol-Teams. Es war schön, eure Bekanntschaft gemacht zu haben. Wir sehen uns bestimmt auf einer dieser Laufstrecken dieser Welt wieder – mindestens aber bei Facebook! Außerdem grüße ich auch meine Mutti.

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