Air Marshall Elena

Der Bitmarck-Cup hat Tradition. Bereits in den vergangenen Jahren habe ich euch zweimal kurz von Sport, Spiel und Spaß auf dem Trainingsgelände von Schalke 04 in Gelsenkirchen berichtet. Hintergrund ist unsere lose Betriebssportgruppe. Bei Turnieren wird sie zur loosen Betriebssportgruppe, also mit Doppel-O.

Mitunter bedingt sich das: Zu wenig Training, nie auf dem Freifeld, immer nur Cageball, weitestgehend Senioren in wechselnder Besetzung. Doch anders als Guardiola mit den Bayern haben wir noch eine Perspektive. Fotografisch sogar von oben, auch wenn ich diesmal mit Schalker Air Marshalls zu kämpfen hatte.

Aus psychologischen Gründen spielen wir seit 2012 in roten Trikots. Natürlich haben wir Corporate-Identity-konform auch grüne, doch unser Torwart ist Bayern-Fan. Gleichermaßen macht ihm die Farbe Freude, und schüchtert die Gegner ein. Wenigstens am Anfang…

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Die Menotti-Malaise

„Fußball ist ein sehr weises und wunderschönes Spiel. Das Geheimnis des Fußballs ist Zeit, Raum und Täuschung. Wie im Leben. Mit der Zeit umgehen, Räume finden und mit der Täuschung zurechtkommen.” (César Luis Menotti)

Eigentlich hielte ich eher Go, Backgammon oder Schach für „weise und wunderschöne Spiele“. Als verbindende Parallelen bliebe die Schlacht, der Krieg, der Kampf. Passt auch mit den Geheimnissen 1. Zeit und 2. Raum und 3. Täuschung, über die ich heute ganz offen reden möchte.

Zeit: Ein Spiel dauert 90 Minuten, sagte mal Sepp Herberger. Bei unseren Trainings ist das beinahe so, allerdings spielen wir da nur bis zum Sieg bei 10 Punkten, und bringen so meist 4 oder 5 Spiele an einem Abend unter. Beim Bitmarck-Cup dauert ein Spiel widerrum nur 10 Minuten. Natürlich bringt einen das völlig durcheinander, viel zu wenig Zeit für einen geordneten Spielaufbau. Dazu gesellen sich lange Pausen zwischen den einzelnen Begegnungen, immerhin 3 an der Zahl in der Vorrunde.

Raum: Cageball in der Halle (Training) und das Feld unter freiem Himmel (Turnier) unterscheiden sich signifikant. Wind und Wetter beeinflussen die Ballphysik, der Grip leidet, manche Kollegen mussten beim diesjährigen Aprilwetter sogar Sonnenbrillen aufsetzen. Das ist nicht schön. Aufgrund fehlender Banden gerieten wir oft ins Aus, verloren wertvolle Sekunden der ohnehin knappen und kostbaren Spielzeit. Andererseits eröffnete dieser Umstand ganz neue, taktische Möglichkeiten gegenüber überlegenen Gegnern.

Kampf: Wer von euch hat „Fight Club“ gesehen? Für meinen Geschmack ein ausgezeichneter und gleichermaßen sperriger Thriller von David Fincher aus dem Jahr 1999, basierend auf dem gleichnamigen Roman von Chuck Palahniuk. Eine satirische Auseinandersetzung mit dem Konsumismus der westlichen Welt, gespickt mit nihilistischen, anarchistischen und buddhistischen Motiven. Und einer ordentlichen Portion Physis.

Na, jedenfalls war unser Abschlusstraining zwei Wochen vorher weniger Fußball als Fight Club. Mittlerweile profitiere ich von einer gewissen Grundlagenausdauer, fehlende Fussballtechnik kompensiert durch Härte. Vereinzelt führt das zu Erfolgen, Verletzungen halten sich im Rahmen. Wobei ich jetzt nur für mich sprechen kann.

Um es kurz zu machen, und zu hoffen, dass das Ende eines Absatzes gemäß des Usability-Papstes Jakob Nielsen hier weit weniger häufig gelesen wird als noch der Anfang: Zeit und Raum und Kampf führten bei den drei Spielen der Vorrunde zu nur einem Sieg und zwei Niederlagen (2:1 zu 0:2 und 0:11). Immerhin haben wir das Team von Appsec abserviert – Snowdens, go home! Trotz Niederlage war das Spiel gegen die pronova BKK ein kleines Novum: Grundsätzlich die bessere Mannschaft, zwei Fehler führten in den letzten zwei Minuten zum Sieg für die Gegner. Und die haushohe Niederlage gegen die Schalker Buben war zu erwarten.

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Schmutzig siegen oder sauber scheitern?

Kommen wir noch mal auf das 0:2-Spiel zurück. Gegen Ende des letzten Absatzes habe ich es nur in die Mitte gestellt, da es sonst mein literarisch-ästhetisches Empfinden mit den ganzen Zahlen gestört hätte. So war es einfach schöner, erst vom Sieg zu berichten, allerdings jetzt auch ein wenig doof, diese Einleitung gewählt zu haben.

Nach Nielsen lest ihr im Web nämlich gar nicht den ganzen Text, sondern durchschnittlich 28 % des Inhaltes. Idealerweise scannt euer Auge dabei die Website, so wie ihr es auch bei der Nutzung einer Suchmaschine macht: Im F-Muster. Also oben, links, links runter und dann in der vertikalen Mitte mal mit Schwenk in die horizontale Mitte, um vielleicht Suchergebnisse zu sichten oder so.

Falls ihr also nur mal so über den Text drüberfliegt, und an einem Satz wie diesem hängenbleibt, führt die Einleitung dieses Absatzes vermutlich zwangsläufig dazu, dass eure Augen zum vormals übersprungen Absatz (also der mit den ganzen Niederlagen) schweift, und ihr euch noch weiter in den Text vertieft. Das ist natürlich mein Ziel, und die ganze Schreiberei darüber trotz belegbarer Quellen nur ein dreckiger Trick.

Was mich in der Überleitung dann doch dazu führt, dass wir uns beim Bitmarck-Cup angesichts der Ergebnisse der Vorrunde im dritten Spiel sehr genau überlegen mussten, wie wir vorgehen. Genaugenommen verloren wir nämlich das erste Spiel haushoch, gewannen das zweite Spiel easy, Spiel Nummer drei avancierte zum Zünglein an der Waage: Unser Weiterkommen war vom Ergebnis dieses einen, alles entscheidenden Spieles abhängig. Unsere Nerven lagen blank, Steilvorlage zum Paradedrehbuch einer weiteren Hörspielfolge der Teufelskicker oder Der Wilden Fussballkerle.

Ähnlich präpubertär verlief unsere SWOT-Analyse: Strengts und Opportunities im Tabellenkeller, Weakness und Threats Aufstiegskandiaten. Boxhorn deluxe und Blick ins Reglement: Ein nicht bestrittenes Spiel würde nur 0:2 gegen uns gewertet. Angesichts der 11 Gegentore aus der ersten Begegnung schonte das den Punktestand. Vielleicht unsere einzige Chance, um die Vorrunde noch zu überstehen.

Ich möchte nicht verhehlen, dass diese Überlegungen selbst in unserem kleinen Kader umstritten waren. Unser erfolgsverwöhnte, dem FC Bayern verfallene Torwart etwa konnte sich mit dem Gedanken einfach nicht anfreunden. Um auf´m Platz für Planungssicherheit zu sorgen, entschloss ich mich (Q), einfach die Turnierleitung (A) um ihre Einschätzung zu bitten. Übersetzt und verkürzt etwa so:

Q: Hallo!
A: Glückauf!
Q: Ich hab da mal eine Frage zu den Regeln…
A: Ja watt denn?
Q: Ein nicht angetretenes Spiel wird doch 0:2 gewertet, richtig?
A: Watt meinste, da müsst ich getz ma´ nachguckn, mein aber… warum?
Q: Wir verlieren nicht einfach, die schlachten uns. Wir könnten bei einem 0:2-Verlust rein vom Punkteverhältnis vielleicht weiterkommen, weil wir das letzte Spiel gewonnen haben.
A: Nä, ne?
Q: Doch, so isset. Das diskutieren wir gerade, wissen nur nicht, ob das vielleicht zur Disqualifikation führt.
A: Nä, kumma, is Turnier, lieber am Ende noch inne Augen gucken können. Müsste vonne Regel gehen, aber macht man doch nich. Kumma… sach ehrlich!
Q: Als lieber sauber verlieren als dreckig zu siegen?
A: Janz jenau.

Und so war es. Entscheidend is auf´m Platz. Angetreten und 0:2 verloren – genau das „gewünschte“ Ergebnis.

Das hat was zu bedeuten. Widerrum jedoch nicht unser Weiterkommen in die nächste Runde, das durch die Ergebnisse und Punkteverschiebungen in den parallel anderen Spielen zunichte gemacht wurde. Wenigstens so sehr, dass wir nicht nur einen einzigen Punkt oder ein einziges Tor zurücklagen. Unseren Torwart tröstete ich zum Abschluss bei Bratwurst und Schnitzelbrötchen.mit buddistischen Aphorismen.

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Flugverbotszone Helene Fischer

Was tun, wenn nach nur 30 Minuten reiner Spielzeit und 2 Stunden Gesamtdauer das Turnier für uns in der Vorrunde zu Ende ist? Genau, das UAV starten. Das unmanned, uninhabited und unpiloted aerial vehicle ist ja immer für ein Luftbild gut, und mit dem Trainingsgelände und der unmittelbar angeschlossenen Veltins-Arena bieten sich schöne Motive.

Das Turniergelände war kein Problem. Mit jeder Menge Kinder, die sich im hohen Gras rasch um einen scharen. Schnell erfahre ich die Schicksale ihrer eigenen ferngesteuerten Devices (Akku hinüber, vom Auto überfahren,) und muss sie zur Umsicht mahnen. Vor uns drehen sich vier scharfkantige Polymperpropelloren bis zu 10.000 mal pro Sekunde. Mit klassischen verbalen Warnhinweisen – „Achtung, geht zurück“, „Alle hinter mich“, „Vorsicht, haltet Abstand“ gehen Kinder je nach Alter ähnlich entspannt um wie ein Südländer mit roten Ampeln: Sie haben lediglich einen empfehlenden Charakter und gelten mitnichten als ernstzunehmende Vorschrift. Starts und Landungen verzögern sich dadurch entsprechend, manchmal erkennen aber auch größere Brüder die Zeichen der Zeit, und ziehen ihr verträumtes Schwesterchen ein wenig ruppig aus der Gefahrenzone.

Apropos Gefahrenzone: Der Wind heute frisch, jedoch noch beherrschbar. Eine fliegerische Herausforderung waren auf dem Trainingsgelände allerhöchstens die Flutlichtmasten. Sie zeichneten sich deutlich sichtbar gegen den wolkigen, weißen Himmel ab. „Eindimensionale“ Strukturen dieser Art lassen sich beim Flug noch gut in Verhältnis zur Positon des Copters einschätzen. Ein ganz anderes Kaliber sind „mehrdimensionale“ Objekte großen Ausmaßes wie etwa die Müngstener Brücke, doch dazu später mal mehr. Neben dem Laufen und viel Arbeit widme ich mich diesen Sommer zunehmend intensiv dem Thema Drohne, FPV (first person view) und Gimbals (Kamerastabilisierung). Faszinierende Technik mit fantastischen Möglichkeiten, noch vor wenigen Jahren unerschwinglich für interessierte Amateure.

So richtig gefährlich war es also auf dem Trainingsgelände noch nicht. Und die Akkus hatten auch noch Lust auf einen Entladezyklus, also Koffer geschnappt, und rübergelaufen zur Veltins-Arena. Auf dem Weg dorthin lange Arme bekommen und beschlossen, dass die nächste Anschaffung ein Peli Case wird – Rollen und Griff zum Ziehen inklusive.

Wobei, hey, Ziehen, das konnte ich heute eigentlich auch schon. Weiterziehen. Doch zunächst zog es mich in weitem Bogen um die Halle herum, es war wohl irgendwas mit Konzert. Angesichts des Publikums konnte ich mir keinen Reim auf die Veranstaltung machen. Offensichtlich brachte das Event alle möglichen Alter und Schichten zusammen. Sie wirkten im nachmittäglichen Sonnenschein ein bisschen wie beim Sonntagsausflug, wo sie so in langen Schlange am Kassenhäuschen anstanden oder über das Gelände flanierten. Das Outfit so manchen Pärchens beschwor Erinnerungen an komische Figuren aus der Tanzschule herauf – Discofox is an attitude.

Der Eindruck trog nicht: Helene Fischer spielt auf, blonde Prinzessin des deutschen Schlagers. Sei es drum, mich reizt heute rein die Avionik, Architektur und Fotografie. Nicht ganz einfach bei so viel Absperrungen und Ordnern. Nach gut 20 Minuten Fußmarsch schaffe ich es vor den abgesperrten Parkplatz vor dem Haupteingang, packe meine Gerätschaften aus und mache mich flugfertig, die üblichen Passantengespräche inklusive.

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Air Marshall Elena

In einer Sprechpause erklang plötzlich ihre Stimme hinter mir: „Hamse hia überhaupt ne Drejenemijung?“ Das war selbst für mich klar erkennbar nicht Helene Fischer, eher ihre Halbschwester Elenea vom Sicherheitsdienst aus Bottrop-Kirchhellen, Hüterin der Höhen.

Drejenemijung, wie schön das klang. Als wäre das da in meinem Koffer was von Arriflex oder IMAX. Sie hält mich für ein Kamerateam. Oder ist sie einfach nur Fussballfan, und spielt an auf „Zeit, dass sich was dreht“, Herbert Grönemeyers Erfolgssingle aus dem Jahr 2006? Nein, einen konkreten Fussballerfolg hatte ich heute nicht vorzuweisen.

Bedauerlicherweise musste ich ihre Frage somit schlussletztlich verneinen, und sie damit bestimmt auch ein bisschen enttäuschen. Nicht anders ist ihre Reaktion zu erklären, dass sie mir eröffnete, dass das heute mit uns beiden hier nichts wird. „Auch nich inne Luft oder hia irjendwie drübba. Datt is alles Schalke!“, gab sie mir zu verstehen. Und Recht hat sie: Als Privatier und luftiger Lebemann, der ich nun einmal nur bin, benötige ich für den Start (und die Landung) das Einverständnis des Grundstückseigentümers. Überflug geht normalerweise natürlich in Ordnung, sonst hätten Helikopter und Flugzeuge so ihre Probleme. Etwas anderes ist aber das gezielte Anfliegen, Verharren und Filmen über dem Gelände. Doch wollen wir hier mal die rechtlichen Aspekte der Luftfahrtverordnung nicht weiter vertiefen, das ist alles kompliziert genug.

Der Einfachheit halber erkundigte ich mich lieber, wo das Schalke-Gelände denn endet? Da hinten hinter der Hauptverkehrsstraße vielleicht (zeige in 50 Meter Entfernung)? Eine sehr pragmatische Frage, mit der Elena so sicher nicht gerechnet hat. Vermutlich wähnte sie vor sich einen Helene-Fischer-Stalker, konnte aber weit und breit keine Teleobjektive an mir entdecken. Was sollte also meine entspannte Frage nach einem entfernten Stand- und Startplatz?

Sie legte mir den Platz auf der gegenüberliegenden Straßenseite ans Herz. Quasi in ihrer Funktion als Air Marshall von Schalke bat sie mich noch, nicht unkontrolliert in ihren Luftraum einzudringen, da „datt Ding sonst wech is!“. Ich war verwirrt: Von unkontrollierten Flyaways der Drohne habe ich bereits gehört. Oder meinte sie sich selbst, ausgerüstet mit einem Jammer, der GPS, Kompass, Barometer und meine Funke lahmlegt? WTF?

Sicherheitshalber zog ich mich Richtung Schutzzone zurück, und lief einem weiteren Sicherheitsposten in die Arme. Wohlmöglich höher im Rang oder einfach ein DM-Devotee, jedenfalls ganz in schwarz gekleidet. Ninjago fixiert und fängt mich auf dem Weg auf die andere Straßenseite ab. Bedeutet mir mit seinen Worten erneut Elenas Wunsch.

Völlig kooperativ musste ich dann doch lachen, und erkläre ihm, dass mir die Startposition angesichts von 300 Meter Steighöhe relativ egal ist, es mir außerdem nicht um Helene Fischer geht, sollte es den Eindruck machen. Ninjagos Gesichtszüge bewegen sich keinen Milimeter, ich mich dafür einige hundert Meter die Straße hinunter, da mich gegenüber nur ein Zaun und hohe Bäume erwarten. Gentlemen, start you engines – woraufhin wenige Aufnahmen der Arena aus einiger Entfernung entstanden.

Nach so viel Spannung jetzt noch ein versöhnliches Finale mit einigen sportmedizinischen Fakten rund um den Fussballsport. Hat´s ja nicht nur Anekdötchen hier, sondern auch en Bildungsauftrag, woll?

Fussball ist für die Figur

Laut TNS Emnid begeistern sich 40 % der Deutschen für Fussball. Doch nur 10 % (Männer, Frauen nur 4 %)  jagen in ihrer Freizeit dem runden Leder nach. Dabei sprechen die positiven Auswirkungen des aktiven Fussballspiels auf Muskeln, Herz und Knochen definitiv dafür. Dänische Forscher kommen sogar zu dem Schluss, dass die positive Auswirkung ausgeprägter als beim Laufen. Besonders für Frauen.

Die Dänen der Universität Kopenhagen ließen für eine FIFA-Studie untrainierte Damen über mehrere Monate mehrmals die Woche wahlweise joggen oder kicken. Deutlich bessere Körperwerte wies am Ende die Fussballtruppe auf.

Bei Joggern und Fussballern sanken Puls und Fettmasse. Die Kickerinnen konnten sich jedoch über niedrigere Cholesterinwerte freuen. Auch die Belastungsfähigkeit von Knochen und Muskeln entwickelte sich positiver. Orthopäden wissen: Eine höhere Knochendichte reduziert das Risiko für Brüche.

Mit „schweren Knochen“ kommt man bzw. Frau allerdings nicht auf die Welt, sie sind eher eine Folge erhöhter Stoßbelastung. Tatsächlich verstärkt sich das skelletale Material dabei nicht nur strukturell, sondern erhöht auch das Gewicht seines Trägers. Weil parallel Muskeln auch noch schwerer sind als Fett, endet Sporttraining also nicht selten mindestens mit Entsetzen auf der Waage.

Beide Studiengruppen profitieren von einer gesteigerten Sauerstoffspeicherfähigkeit des Blutes, erhöhter Ausdauer und Freude am Sport. Reine Läufer können daraus ableiten, dass sie ihr Training gern mit mehr Abwechslung anreichen dürfen: Wechsel zwischen Gehen, Laufen und Sprinten, verknüpft mit unterschiedlichen Belastungen, um schnelle wie langsame Muskelfasern zu aktivieren. Also ruhig mal Trailrunning ausprobieren, und Gymnastik wie Muskelaufbautraining für weniger beanspruchte Körperregionen nicht vergessen.

Badewanne voll Kalorien
Beim reinen Energieverbrauch liegen beide Sporterlebnisse in etwa gleichauf: Eine 60 kg schwere Spielerin verbrennt während eines Matches (von 90 Minuten) rund 1.000 Kilokalorien (kcal). Ihr wisst schon, diese Maßeinheit für Energie: Sie ist so winzig, dass die für uns relevanten Einheiten schnell das hundert- oder tausendfache betragen (zum Beispiel Aufnahme und Verbrauch). Es sind also eben nicht 1.000 Kalorien, die das Fussballspiel verbraucht, sondern das Tausendfache dessen, eben Kilokalorien.

Irgendwie verständlich, da eine einzige Kalorie allerhöchstens dem Energieäquivalent entspricht, um 1 Gramm Wasser um 1 Grad zu erwärmen.  Unsere Beispielspielerin hätte im energetischen Umkehrschluss also auch einfach den Inhalt eines 10-Liter Eimers um 100 Grad erhitzen können, anstatt 1 Tor zu schießen. Oder alternativ 15 Kilometer laufen. Ich bin mir sicher:

Jetzt wisst ihr den Wert einer heissen Badewanne noch mehr als ohnehin schon zu schätzen (durchschnittliche Füllmenge = 140 Liter, durchschnittliche Wohlfühltemperatur = 39 Grad, durchschnittlich benötigte Energiemenge zur Erwärmung irgendwo zwischen Marathon und Champions-League-Finale)

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