Die Qual der Wahl

Neulich schrieb Christian Schüle in der Wochenzeitung „Rheinischer Merkur“ über die Irritation des Wählers: „Er braucht Hilfe und erhält höchstens ein Versprechen. Im Selbstwert gekränkt durch Weltwirtschaftskrise und Abstiegsangst, befangen im Unbehagen an der eigenen Austauschbarkeit, ist seine Seele wund.“ Und weiter: „Im maladen Zustand will man keine Lügen, Angriffe, Spitzen mehr, will nicht das Zerreden, Zersetzen, Zerfleischen, die kleingeistige Denunzination des Gegners. Die Zeit der Polarisierer und Zänker, der Wadenbeißer und Kläffer ist vorbei.“

Auch dies ist bloß eine (politische) Momentaufnahme aus dem Spätsommer 2009. Denn: „Nichts kommt von selbst, und nur wenig ist von Dauer. Darum – besinnt Euch auf Eure Kraft und darauf, daß jede Zeit eigene Antworten will und man auf ihrer Höhe zu sein hat, wenn Gutes bewirkt werden soll.“ (Willy Brandt).

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