Wahnsinn an der Waterkant

Nach dem niedlichen Neandertal jetzt Wahnsinn an der Waterkant: Das Urbanathlon Festival bereichert meinen Laufkalender Mitte August. Quasi wie ein StrongmanRun, nur in sauber. Blogtechnisch berichte ich euch vom neuen „Bone Breaker“, der lädierungsgarantierenden Langdistanz über 24 Kilometer…

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Rückblick auf 2012

Hamburg, 26. August 2012. Rund 4.000 Teilnehmer stellten sich am Samstag, 25. August den Herausforderungen beim Men’s-Health-Urbanathlon 2012 in Hamburg. Pünktlich um 16 Uhr wurde der erste Startblock am Cruise Center Altona mit den Favoriten gestartet, und dann ging es über 11 lange Kilometer, 12 anspruchsvolle Hindernisse, 200 anstrengende Höhenmeter und 1.000 abnormale Stufen.

Mit dem Startschuß verwandelte sich die Elbmeile in ein schier endloses Läuferfeld, das über Autos, Container und den Treppen des Elbhangs rannte. Dabei gelang Florian Reichert aus Göttingen bei seiner Premiere in Hamburg der Sieg in starken 41,23 Min. Kein Unbekannter, schließlich gewann er in diesem Jahr bereits zum zweiten Mal den IndoorTrail in Dortmund. Damit verwies er den zweimaligen Gewinner und Favoriten des Urbanathlon, Knut Höhler (Göttingen) auf den zweiten Platz (43,33 Min.). „Das war eine sehr harte Strecke, die ich zunächst unterschätzt hatte. Die größte Herausforderung für mich war die Halfpipe. Aber auch der ständige Wechsel, Treppen rauf und runter, das war sehr anstrengend“, sagte ein glücklicher Florian Reichert im Ziel. Die beiden Göttinger kennen sich von vielen Läufen über die Mittel- und Langstrecke sowie von Hindernisläufen und trainieren häufig gemeinsam. Knut Höhler ergänzte bei der Siegerehrung augenzwinkernd: „Bei der tollen Atmosphäre an der Elbe fehlt als Hindernis eigentlich nur noch der Sprung in das Hafenbecken.“

Bei den Frauen gelang Katharina Josenhans der Titel-Hattrick. In 52,13 Min. gewann die Hamburgerin zum dritten Mal den Urbanathlon. Rebecca Barthel aus Darmstadt wurde in 52,28 Min. Zweite und Michaela Weiß (Essen) kam nach 57,18 Min. auf den dritten Platz. „Ich kenne den Lauf ja schon ganz gut, aber in diesem Jahr war es noch härter: die Strecke war schwieriger und die Hindernisse noch interessanter als bei den letzten Malen. Aber es hat wieder total Spaß gemacht, tolle Mitläufer und ein klasse Publikum.“

25.000 Zuschauer an der Elbe

Ob nun schnellster oder langsamster Teilnehmer – bei allen Stand der Spaß an diesem City-Hindernislauf im Vordergrund. So lobten die Teilnehmer insbesondere die tolle Unterstützung durch die rund 25.000 Zuschauer an der Strecke und die eindrucksvolle Kulisse an der Elbe, merkten aber auch wie anspruchsvoll 11 Kilometer sein können: „Wir sind extra aus Ulm angereist, und ich hätte nicht gedacht, dass Hamburg so viele Berge hat. Dazu diese unterschiedlichen Hindernisse, das war schon eine echte Herausforderung an die eigene Leistungsfähigkeit“, sagte eine Teilnehmerin. Bei vielen Hindernissen unterstützten sich die Teilnehmer gegenseitig. So auch wieder bei der 3,30 Meter hohen Halfpipe, wo es hieß: „Jeder hilft jedem.“

Auch der Veranstalter zog ein positive Bilanz: „Man hat bei allen Teilnehmern zwischen Start und Ziel erst den Respekt vor den Herausforderungen der Strecke, dann den Spaß und am Ende die Erschöpfung sowie die Erleichterung gespürt. Ich danke allen Teilnehmer und Zuschauern für die wunderbare Atmosphäre und die Unterstützung der Läufer. Wir freuen uns schon auf die nächste Auflage in Hamburg“, sagte Wolfgang Melcher, Chefredakteur des veranstaltenden Lifestyle Magazins Men’s Health. „Ein sehr großer Dank gilt den vielen Mitarbeiter und Helfern für die Vorbereitungen und die Durchführung der Veranstaltung sowie den Hilfskräften der Polizei, DRK und der Feuerwehr. Und zum guten Schluss muss ich sagen: auch Petrus muss den Men’sHealth-Urbanathlon mögen, da er uns mit Sonne verwöhnte.“

Ausblick auf 2013

Während der Winter Deutschland noch fest im Griff hat, gab es einen unglaublichen Run auf den Urbanathlon im so fern erscheinenden Sommer. In nur 4 Tagen waren alle 4.000 Startplätze des City-Hindernislaufs am 17. August ausgebucht. Das ist laut Veranstalter in der vierjährigen Historie des Sportevents ein neuer Rekord, nachdem die das Startplatzkontingent im vergangenen Jahr immerhin 16 Tage vorgehalten haben waren. Die „klassische“ Urbanathlon Herausforderung führt über 12 Kilometer, 13 Hindernisse, mehr als 1.000 Treppenstufen und 250 Höhenmeter.  Auch der neue „Bone Breaker“ – die doppelten Herausforderung über 24 km zwischen Fischmarkt und Övelgönne, ist zwischenzeitlich komplett ausgebucht.  

Start und Ziel des Urbanathlon befinden sich auch in diesem Jahr am Cruise Center Altona. Dort erwartet Teilnehmer, Freunde und Zuschauer ein Streetfestival, das den Urbanathlon den ganzen Tag über mit Entertainment und Action begleitet.

Als Läufer und Blogger bin ich freundlicherweise vom Veranstalter eingeladen worden, und werde euch zu dem Event im August ausführlich berichten. Dabei interessieren mich besonders Parallelen oder Unterschiede zu außergewöhnlichen Läufen wie dem IndoorTrail in Dortmund, dem StrongmanRun auf dem Nürburging oder dem BraveheartBattle in Münnerstadt. Gerade Letztere sind ja für Ihre Härte bekannt, beliebt und teils gefürchtet – wo positioniert sich hier der Urbanathlon? Natürlich sollten Stimmund und Spaß auch nicht auf der Strecke bleiben, und so bin ich auch sehr auf das versprochene Streetfestival gespannt. Update folgt…

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